Unterwegs nach Rio de Janeiro.
Immer entlang dieser traumschönen Küste.
Unser erster Halt: Angra dos Reis.
Der nächste Versuch unseren Aufenthalt in Brasilien zu verlängern.
Auf dem überfüllten Parkplatz findet sich tatsächlich noch eine Lücke für Rappelkiste.
Ein Uber bringt uns hinauf in die Stadt zur Policia Federal.
Ein Officer in Jeans und FlipFlops. Die Knarre steckt in der Hosentasche.
„No, this is the wrong place“ erklärt er uns freundlich. Wir müssen zum Hafen. Also dahin zurück, wo wir gerade herkommen.
Schnell finden wir die Receita Federal im Hafen und kommen gleich dran. Ein netter junger Mann hinter der Scheibe schaut sich unsere Papiere an. „No problem“
WAS?! Wir bekommen wirklich die Chance, eine Verlängerung zu beantragen?! Alle, die wir dazu befragt haben, sagten uns, es sei Unmöglich für Deutsche.
Es wird kopiert und gescannt, Formulare werden ausgefüllt. „Okay, ready.“ Er reicht uns einen Zettel mit einer email Adresse. Dort müssen wir heute noch unsere „File No“ und Daten hinsenden.
Wir fragen ungläubig noch zweimal nach: ist das der Antrag für uns beide und die Fahrzeuge? Ja, ja, alles dabei.
Voller Freude ziehen wir ab! Obrigado!
Selig entern wir Rappelkiste. 150 Kilometer bis nach Rio, zu weit für heute.
Nach 10 Kilometern rollt Rappelkiste durch Monsuaba, ein kleiner quirliger Ort mit einer großen Werft.
Etwas weiter um die Bucht herum findet sich dieser zauberhafte Strand.
Mit guten Bedingungen für ein Crossboule Match.
10:9 für Martin, ein sehr ausgewogenes spannendes Spiel.
Von der Treppe aus schauen wir aufs Meer und erwarten den Sonnenuntergang
Am Horizont schiebt sich eine schwimmende Insel ins Bild, ein Kreuzfahrtschiff
Im Abendlicht startet das fliegende Auge
Wie ein Theatervorhang fällt die Dunkelheit herab
Boa noite!
******************************************************************
Sanft streicht das erste Licht über die Hügel, morgens um 5.
Drei Stunden später sind wir startklar: bereit für Rio de Janeiro!
Flott geht die Fahrt voran – Achtung! Tiefhängende Luftwurzel! Wir sind gewarnt!
Etwa 40 Kilometer vor Rio wird es zäh. Stop and Go durch die Vorstädte, viele Mopeds kreuz und quer, Radfahrer in falscher Richtung…
Es dauert ewig, bis wir auf die Schnellstrasse kommen.
Copacabana: ein irres Gefühl, das auf einem Verkehrsschild zu lesen!
Wir machen ein paar Versuche etwas einzukaufen, doch Höhenschranken verwehren Rappelkiste überall die Zufahrt.
Mittags erreichen wir das Fritz House, unser Hafen für die nächsten Tage.
Mit der Rappelkiste in Rio de Janeiro! Ein ganz besonderes Gefühl!
Erstmal Pause, was essen, von der Fahrt erholen und unsere „File No“ für den Verlängerungsantrag hochladen.
Dann aber ziehen wir los. Den Hang hinab durch den schönen Garten vom Fritz House
Unten angekommen bestellen wir ein Uber nach Ipanema.
Rio de Janeiro, Copacabana, Ipanema, alles so bekannte Orte, 1000mal schon auf Fotos gesehen.
Es ist etwas ganz anderes, plötzlich selbst dort zu sein. Aufregend, spannend, voller Vorfreude. Wie wird es uns gefallen?
Und ist es wirklich sooo gefährlich wie uns so manch einer eintrichtern wollte?
Wir wandeln über das berühmte Pflaster von Ipanema – megacool!!
Ab zum Strand. Quietschesand. Bei jedem Schritt: quietsch, quietsch, quietsch…..
Futevollei, Caipirinhabuden, nicht viel los, super so.
Rote Fahnen sind aufgezogen, ablandiger Wind, meterhohe Wellen. Nur ein paar ganz Mutige trauen sich ins Wasser, bleiben aber schon am Rand
Wir haben Badesachen dabei, testen das Wasser mit den Füßen.
Kalt. Und eine sehr starke Strömung, die nach den Knöcheln greift und versucht, uns hinaus ins Meer zu ziehen. Wir kommen richtig ins Stolpern, krass!
Nee, da machen wir es lieber wie die meisten Leute hier: eine schöne Strandbude suchen und etwas trinken.
Das ist unsere Strandbar: hübsch gemacht mit Blumensträußchen und einem fröhlichen Barkeeper.
Marcelho mixt uns ein paar kräftige Caipirinhas und stellt uns zwei Stühlchen und ein Tischchen hin.
Rio – so haben wir uns das vorgestellt. Volles Ipanema Feeling
Was uns aber völlig überrascht, ist, daß ab 17 Uhr alles zusammengepackt wird. Alle Bars räumen auf. Schon um 17 Uhr?!
Ein wunderschöner Sonnenuntergang krönt unseren ersten Strandbesuch in Ipanema
Gegen 18 Uhr leert sich der Strand, wir machen uns auch auf und rufen ein Uber.
„See you tomorrow!“ verabschiedet sich Marcelho.
Fast eine Stunde dauern die sieben Kilometer Rückfahrt, Feierabendverkehr in Rio, die totale Katastrophe. Hier kennen die Leute die Maße ihrer Autos ganz genau, es wird um jeden Zentimeter vorwärts gerungen. Auf den Millimeter genau am Spiegel oder Kühler des anderen vorbei. Dabei völlig entspannt und gelassen, Hut ab!
Im Email Postfach ist eine Nachricht der Policia Federal: wir sollen noch den Personenaufenthaltszettel hochladen. Mist, dann war das doch nur der Antrag für Rappelkiste, verdammt. Morgen fahren wir zum Flughafen und versuchen den Zettel für uns beide zu bekommen.
**********************************************************************************
Morgens sind wir unterwegs, eine Stunde Fahrt zum Flughafen.
Über die Copacabana
Cristo Redentor grüßt von seinem Felsen herüber
und hier: der Zuckerhut!
Der ist gar nicht so groß wie wir dachten…..
Am Flughafen. Von hier starten Flieger nach Brasilia. „Vielleicht sollten wir einfach für ein paar Tage hinfliegen, statt 1500 Kilometer hinzufahren…“ wirft Martin in den Raum. Interessante Idee…..
Aber eins nach dem anderen, erstmal brauchen wir die Verlängerung, wir fragen uns durch zur Policia Federal.
Aufgeregt, hoffentlich klappt das….
Wir können gleich durch zum Schalter zu einer ernst blickende Beamtin hinter der Scheibe. Dort tragen wir unseren Wunsch vor.
„Which country are you from?“ fragt sie in barschem Ton.
„Alemania“ antworten wir.
„NO! Not possible!“
Ende des Gesprächs.
Keine 10 Sekunden hat es gedauert, da stehen wir wieder draußen.
Joah…..dann wissen wir jetzt sicher, daß wir Ende Dezember ausreisen müssen.
Zeit für neue Pläne….
Liebe Grüße, bis gleich!
Julia & Martin
Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkisteberlin































































Schreibe einen Kommentar