Zum Frühstück gibt es eine der großen, köstlichen Avocados
Wir lassen uns den Vormittag Zeit, erst mittags gehen wir los.
Die Regenjacken bleiben heute zuhause, dafür haben wir Badesachen dabei.
Es gibt einen Wanderweg zu drei Flussbadestellen im Nationalpark, den wollen wir heute ausprobieren.
Am zweiten Tag bekommt man das Ticket 40% günstiger. Im Touristenbüro müssen wir dafür das Vortagsticket revalidieren lassen.
An der Haltestelle Circuito São João steigen wir aus. Zuerst irren wir etwas in der Gegend herum, statt gleich auf die Wegetafel zu schauen. Aber schließlich finden wir den Einstieg zum Wanderweg.
Eine Hinweistafel gibt Tipps, wie wir uns gegenüber einem hungrigen Jaguar verhalten sollen…
Suchen Sie einen sicheren Ort auf! Super Hinweis, aber gibt es sowas wie Schutzhütten in diesem Dschungel? Wahrscheinlich nicht.
Hoffentlich haben die Jaguare genauso wenig Lust, uns zu begegnen, wie wir ihnen.
Noch eine Warnung: wir sollen den Kontakt mit giftigen Tieren und Insekten vermeiden. Ja, sehr gerne….
Ein wunderschöner Dschungelpfad. Schattig, in der Luft der Duft von Pflanzen und Verdunstung.
Sonnenlichtscheinwerfer setzen moosbewachsene Bäume und einzelne Blätter in Szene und lassen das Wasser der Bäche flirren
Beinahe verbergen die großen Blätter die roten Blütenstämme dieser schönen Pflanze
Ganz in Ruhe können wir einen Königsschwalbenschwanz beobachten
Wunderschön….
Schmetterlinge überall. Um uns herum zischen und pfeifen Zykaden. Aber wir hören keine Vogelstimmen. Ist es ihnen zu heiß?
Die Flügel schimmern wie Seide. Mal nicht in bunten Farben.
Im feuchtwarmen Klima gedeihen Moose und Pilze.
Fette Raupen essen sich satt. Fast kann man sie schmatzen hören.
Sind das wohl auch Schmetterlingsraupen?
Wir überqueren den Fluss, entdecken alte, längst verlassene Gemäuer. Bis zur ersten Badestelle ist es nicht mehr weit
Voller Vorfreude auf ein kühles Bad bleiben wir am Ufer stehen….
OH NEIN!
Gesperrt wegen zu hohem Wasserstand.
Naja, gut, dann hier nicht. Es kommen ja noch zwei Badestellen
Bis zur nächsten Badestelle ist es nicht weit….
Och nöööö….
Die Strömung ist wirklich heftig, wir sehen es sofort ein.
Aber schade ist es doch…
Eine Chance haben wir noch, es kommt noch eine dritte Bademöglichkeit.
Unbarmherzig glüht die Sonne, wie gerne würden wir in das kühle Wasser tauchen….
Die letzte Badestelle, an einer frisch grünen Wiese, aber…….
leider auch gesperrt. Kein Badeglück heute…..
Aber dafür haben wir großes Wanderglück mit diesem traumhaft schönen Weg durch den Regenwald
Eine hohe, steinerne Treppe führt hinauf aus dem Wald.
Unzählige Stufen. Mit jedem Schritt werden sie gefühlt steiler und höher.
Oben steht ein schönes Hotel.
Daran vorbei, noch ein gutes Stück wieder in den Wald hinein, wo sich die Pflanzen umarmen
Dann stehen wir wieder bei der Bushaltestelle.
Ein schöner Rundweg.
Der nächste Shuttlebus bringt uns wieder zum rosa Hotel.
Wir setzen uns dort auf die Bank mit Aussicht.
Es ist anders als gestern. Anderes Licht und viel mehr Gischt in der Luft. Mehr Wasser.
Am Wochenende werden Staustufen geöffnet, dadurch läuft mehr Wasser in den Rio Iguaçu und über die Felsen.
Einfach nicht zu fassen……
Neben dem Weg zu den Aussichtsstegen schlüpft ein Tegu aus seiner Haut
Auch die nichtbunten Falter sind wunderschön
Wir könnten uns die Wasserfälle hundertmal ansehen und wären immer wieder aufs Neue begeistert.
Wir sind wieder am Steg. Heute fliesst wirklich deutlich mehr Wasser als gestern.
Auch der Luftzug ist kräftiger, der Gischtnebel weht über den Fluss
Ein Julia-Falter versucht, sich gegen den Wind zu behaupten. Wie zauberhaft die Sonne durch die zarten Flügel scheint….
Wir schauen uns an…….Hallo Julia!
Schnell bin ich pitschnass genebelt.
Herrlich erfrischend!
Wir laufen vor zur Wasserwand, dort spürt man die Wucht des fallenden Wassers noch mehr.
Die Leute auf den Stegen verschwinden fast im Gischtnebel
Auf dem obersten Deck finden wir einen Schattenplatz. Aus unserem Rucksack zaubern wir uns zwei Becher und eine Thermoskanne, gefüllt mit gekühlten Rosé und Eiswürfeln.
Trinken wir: auf das große Glück, dieses Wunder zu erleben
Gegen halb sechs Uhr entern wir den Shuttlebus zum Tor.
Im Schatten wartet unsere Rappelkiste
Jetzt kommt endlich das langersehnte Badeerlebnis des Tages: ein Sprung in den Pool!
Gut erfrischt und glücklich sitzen wir später auf der Treppe
und blicken zurück auf die letzten beiden Tage.
Was für ein Erlebnis!
Eine Echse züngelt vorbei.
Ein 88er zeigt uns seine außergewöhnlichen Farben und Muster.
Der botanische Name lautet etwas sperrig: Diaethria Anna – Annas Achtundachzig
Das Abendlied beginnt, es zischt und zirpt und knarrt und gluckst und pfeift…..Glühkäfer blinken in der dunklen Nacht.
Übermorgen verlassen wir Brasilien.
Wir sind schon ein bißchen traurig, dieses Land ist uns sehr ans Herz gewachsen. Die Brasilianer haben uns überall so warmherzig empfangen und uns mit ihrer Fröhlichkeit angesteckt. In jeder Minute haben wir uns sehr wohl und willkommen gefühlt.
Die Küsten, die Berge, der Regenwald, die Blumen und Tiere sind atemberaubend schön.
Brasilien ist Samba, durch und durch.
Drei Monate sind viel zu wenig Zeit für dieses Land voller Wunder.
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Aber noch schieben wir die Ausreise vor uns her. Nach den beiden Tagen bei den großen Wasserfällen gönnen wir uns eine kurze Pause.
Ausruhen, im Pool baden…..so sieht bei uns der vierte Advent aus🕯🕯 🕯🕯
Von Weihnachtsstimmung keine Spur.
Am nächsten Tag schüttet es aus Eimern und gewittert……passt uns. Wir haben beide noch keine Lust zur Grenze zu fahren.
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Aber heute! Heute ist es soweit! Heute verlassen wir Brasilien 😢😢 schnüff….
und reisen nach Argentinien 😀😀
Zuerst Wasser tanken. Das dauert ziemlich lange. Auf der Wiese leuchtet diese farbenprächige Feder
Eine große Schrecke fliegt vorbei und landet auf den Steinen. Ich rücke ihr mal auf die Pelle. Die schielt ein bißchen, oder?
Und ich glaube, der Ärmsten fehlt ein Stück vom Hinterleib..
Ah! Wassertanks sind voll…..
Martin fädelt Rappelkiste durch den schmalen Pfad zur Hauptstrasse.
Zuerst ins Shopping Center, wo wir einen Haufen Wäsche waschen und eine echt gut Pizza essen.
Die Grenze zu Argentinien ist gleich um die Ecke.
Ausreisen geht schnell. Pässe -> „BÄMM“ – Stempel -> fertig. Der Offficer bei der Aduana wirkt etwas müde, aber er schafft es dann doch Rappelkiste auszustempeln. „Ciao, Ciao!“
Über die Brücke, am anderen Ufer ist Argentinien.
Ciao Brasilien, bis bald!
Argentinien –> Einreise.
Kilometerlanger Stau, die Argentinier kommen mit ihren Weihnachtseinkäufen aus Paraguay zurück.
Cuidad del Este soll ein Einkaufsparadies sein und die Preise in Paraguay sind viel niedriger.
Endlich sind wir beim Check-in. Pässe einstempeln geht schnell: „Welcome to Argentina!“
Rappelkiste anmelden dauert länger. Ein Reisebus ist gerade angekommen und die Leute müssen ihre Riesensäcke voller Geschenke durchleuchten lassen. Die Officer sind sehr nett, haben aber gerade keine Zeit für uns.
So. Alle Busreisenden sind durch, jetzt wir. Unsere Daten sind vom letzten Besuch im Computer erfasst. Nur noch Ausdrucken, Martin unterschreibt, fertig. Wir bekommen Aufenthalt bis zum 19.08.2026.
Holá Argentina!
Heute fahren wir nur noch bis Puerto Iguazu, werden einkaufen und den Campingplatz finden.
Liebe Grüße, bis gleich!
Julia & Martin
Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkisteberlin



























































































































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