Bis zum Salto Amambay sind es nur ca 20 Kilometer.
Große Schilder machen Werbung für die Badeplätze. Wieder befindet sich alles in Privatbesitz.
Wir stellen Rappel erstmal am Strassenrand ab und laufen den Weg runter bis zum Arroyo Piribebuy.
Dort steht ein kleines Gasthaus, der Patron empfängt uns und führt uns herum.
Ein paar Leute sitzen im Fluss. Das Wasser reicht noch nicht einmal bis zum Bauchnabel. Schön kühl sieht das aus, aber schwimmen kann man hier sicher nicht. Stolz erzählt der Chef von seinen Piscinas naturas, natürliche Badebecken und zeigt uns den Weg.
Etwas verblüfft schauen wir uns die betonierten Becken an. Sehr „natürlich“ wirkt das nicht. Das Wasser ist voller Laub und Algen, nicht gerade einladend.
Und wo ist der Wasserfall?
Nicht hier, sondern beim Nachbargrundstück, etwas bachaufwärts.
Können wir von hier aus dorthin laufen?
No!
Für 14,-€ pro Nacht können wir Rappel auf eine schräge Wiese stellen und uns wahlweise in den Bach setzen oder in die algigen Betonbecken klettern.
Wir müssen nicht lange überlegen.
Gracias und Adios!
Nächster Versuch beim Nachbargrundstück mit Zugang zum Salto Amambay.
Fahnen weisen den Weg
zu einem großen Parkrondell.
Zwei Leute dösen unter einem Baum, rühren sich nicht vom Fleck.
Ich steige aus:“Hola…..“ Bevor ich etwas fragen kann, bekomme ich zur Begrüßung schon mal den Preis genannt: 14,-€.
Dafür dürfen wir auf dem staubigen Parkplatz übernachten.
Dürfen wir uns kurz umsehen?
„No!“
Kann man beim Wasserfall baden?
„Mas o menos, poca agua…“ Also eher nein.
Freundlich sind die Leute auch nicht gerade.
Das wird nichts mit uns und dem Salto Amambay.
Dann steuern wir jetzt den Cerro Acahay an. Ein Vulkankessel, auf dessen Kraterrand man eine schöne Wanderung machen kann.
Eigentlich wollten wir das erst morgen oder übermorgen machen…nun denn…..
Nach einer Stunde Fahrt sehen wir den Krater des Acahay Vulkans.
Die letzten Kilometer wieder über Piste. Inklusive tiefhängender Kabel und schiefer Strommasten.
Vor der Einfahrt in den Vulkankessel ragt eine hohe Felswand empor. Davor liegt ein großer freier Platz, wo man gut parken könnte.
Aber wir wollen in den Kessel hinein, zum Wanderweg, noch 500 Meter die steinige Piste entlang.
Ein paar Farmhäuser kommen in Sicht. Ihre Wiesen sind als Parkplätze ausgeschildert. Gegen Gebühr, versteht sich.
Der Einstieg zum Wanderweg liegt auch auf Privatgelände, wandern kostet 10.000PYG pro Person. Nun ist das nicht teuer, die Leute halten wahrscheinlich den Weg in Ordnung und wollen auch etwas verdienen, voll okay.
Aber irgendwie passt uns heute nichts, wir können uns nicht recht begeistern.
Für heute Nacht fahren wir erstmal wieder raus aus dem Kessel, zurück zur Felswand.
Hier ist es total schön. Und schattig!
Die großen Brocken werden ja wohl heute Nacht nicht herunterpoltern….
Kein Lüftchen…es bleibt bei feuchtwarmen 28°C
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Wir sind ganz früh auf um die kurze Morgenkühle zu genießen.
Ich klettere die Felsen hinauf.
Ein schöner Zitrusfalter fängt meinen Blick.
Ein Orange-getüpfelter Gelbling, ein toller Name!
Mit Flipflops hier rumkraxeln ist suboptimal…
Längst hat die sengende Hitze den Tag wieder übernommen
Unsere Wanderlust hinauf auf den Kraterrand verdampft in den steigenden Temperaturen.
Lieber starten wir Rappelkiste und fahren weiter.
Die Luft steht, drückend und schwer.
Zebus liegen träge herum, recht so, bei der Hitze….
Dieser Kaktus sieht aus wie eine blumengeschmückte Tänzerin
Ein einsam stehendes Restaurant wirbt für Heterei Pizza
Schnell mal nachschlagen….Heterei ist ein Wort aus der Guaraní Sprache und bedeutet: lecker!
Vor uns liegen die Hügel des Cerro Vero. Vielleicht finden wir dort einen schönen Schattenplatz.
Vor der ersten Einfahrt zögern wir…ganz schön schmale Piste. Aus einem Geschäft kommt ein Mann und zeigt uns mit den Händen ein X. Auf dieser Piste gibt es ein Brücklein, das wir nicht überqueren können, erklärt er. Wir sollen die nächste Einfahrt nehmen.
Dankeschön!
Die Felskuppen sehen echt toll aus, ist bestimmt schön, dort zu wandern. Irgendwo stehen auch noch hohe Felsnadeln, heißt es.
Die zweite Einfahrt ist ebenfalls eng, zugewachsen und behängt mit tiefen Kabeln.
Innerhalb von Sekunden verlässt uns sämtliche Energie…
Sollen wir uns wirklich da durchquetschen? Und wandern? Wollen wir nicht in Wahrheit viel lieber…… baden?
10 Kilometer weiter bietet sich ein Camping mit Pool an, den steuern wir an.
Nach 20 Minuten Rumgeschwanke sehen wir den Abzweig, der zum Camp führen soll. Ein enger Korridor, links und rechts Zaun, Rappelkiste würde vielleicht geradeso durchpassen. Kein Hinweisschild.
Ist das hier überhaupt? Wir müssten den Weg erstmal ablaufen….
PFFFFFF………
Eventuell kommen wir von der anderen Seite ran.
Im Örtchen César Barrientos machen wir einen U-turn und fahren ein paar Kilometer auf der anderen Seite zurück.
Genau die gleiche Misere. Kein Hinweis, viel zu eng, maximal Pkwbreite.
PUFF! platzt der Traum vom Swimmingpool………
Zurück zur Strasse…
Nur 6 Kilometer und wir brauchen ewig…..
Eine hübsche Schrecke segelt aus dem Gestrüpp ins Auto und fährt ein paar Meter mit. Hinaus mit dir….
So richtig Spaß macht das heute irgendwie nicht…
1½ Stunden Rumgegurke für nichts.
Wir wollen endlich irgendwo ankommen. In IOverlander wird ein anderer Platz mit Pool empfohlen, nicht weit weg.
Der Ort ist abgesperrt und verlassen.
Heute ist der Wurm drin.
Bei einer Pause am Strassenrand sammeln wir nochmal alle Kräfte.
Fast 20 Kilometer Piste wären es bis zum Salto Cristal.
Machen? Ja, los….
Das Grundwasser steht hoch, kleine Teiche schimmern durchs Gras
Die Kühe und Pferde mögen das, wir sehen sie oft im Wasser stehen und nasses Gras zupfen.
Holzplantagen, was sind das für dünne Stecken? Eucalyptus?
Diese Gräser bedecken viele Hektar, sieht aus wie junge Zuckerrohrpflanzen.
Die Piste ist okay. Es dauert halt….
Ein rotes Holztor kündigt den Salto Cristal an. Nicht mehr weit und wir rollen auf einen gut gefüllten Parkplatz.
Hier ist eine Menge los.
Der Parkwächter begrüßt uns freundlich. „Ihr müsst ein bißchen warten, dann wird unten ein großer Schattenplatz frei.“ Das ist ja nett!
„Kann man beim Wasserfall schwimmen?“ fragen wir. „Si, claro! Todo bien!“ Das klingt super!
Er nennt uns den Preis für parken und Salto, 80.000PYG, das ist weniger, als die anderen für ihre Sitzbadewannen haben wollten.
Dann verkündet er, daß der Wasserfall um 18:00Uhr geschlossen wird.
QUE?!
In einer halben Stunde!
Wie weit müssen wir denn laufen? fragen wir. „20-25 minutos.“ Ach herrjeh, dann aber los!
Schnell die Badesachen geholt, wir machen uns auf den Weg.
Schnell! Schnell! Damit dieser Tag voller Flops noch einen schönen Abschluß findet.
Liebe Grüße, bis gleich!
Julia & Martin

Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkisteberlin
































































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