Die Parkranger am Haupttor des Ybycui Nationalparks winken uns zum Abschied.
Die ersten Kilometer rollen wir auf Asphalt
dann wechseln wir auf eine landestypische Landstrasse.
Vorbei an einer qualmenden Müllhalde. Luft anhalten und schnell vorbei…..
Die Piste bekommt Autobahnausmaße
Aber nicht für lange….wir teilen den Weg mit Kühen, passieren kleine Farmen….
und da kommen auch schon wieder die ersten Tiefhängkabel…..
Jedesmal der besorgte Blick aus dem Fenster nach oben, passen wir drunter durch? Inzwischen sind wir vielleicht etwas übersensibel geworden
Auch in den Ortschaften verfluchen wir die Kabellage. 10 Zentimeter zwischen Dachluke und Kabel. Reicht doch…..
Lange geradeaus, eine übersichtliche Strecke. Am Strassenrand werden Haushaltswaren aus Holz angeboten, fröhliche Gartenfiguren und Hüte
Warmer Fahrtwind föhnt uns die Haare…
Die Strasse ist in supergutem Zustand. Wir fliegen dahin.
Von der Brücke über den Rio Tebicuary aus sehen wir die breiten Sandstrände, dort wollen wir heute einen Platz finden.
In Villa Florida machen wir in einem winzigen, leicht angeschmuddelten Despensa -Lädchen letzte Einkäufe. An der dicken Staubschicht kann man gut erkennen, welche Waren schon etwas länger liegen….
Dann biegen wir ab zum Ufer des Rio Tebicuary.
Einmal „TRÖÖT“ für Gauchito.
Im Kassenhäuschen beim Tor vom Playa Camping Paraiso ist niemand, offensichtlich kostet es heute nichts.
Wunderbar, ein Platz ist schnell gefunden
Im Rio leben große Piranhas. Gerade bei Niedrigwasser, so wie jetzt, können sie schnell aggressiv werden, so heißt es. Aber die Einheimischen sehen offensichtlich kein Problem. Fröhlich planschen die Kinder, die Erwachsenen haben ihre Campingstühle ins Wasser gestellt.
Scheint nicht gefährlich zu sein. Also wagen wir es auch.
Eintauchen in das lauwarme Wasser des Tebicuary
Vielleicht nicht wirklich erfrischend, aber doch sehr angenehm, fließendes Wasser auf der Haut zu spüren.
Gerade eben schwimmtief, mit einer kräftigen Strömung. Eine richtige Gegenstromanlage. Oder man lässt sich mitnehmen und schwebt auf dem Wasser davon….
Nach dem Bad duschen wir uns bei Rappelkiste ab. Kaltes Wasser gibt es auch hier nicht mehr, aus den Tanks der Rappelkiste fließt das Nass mit mindestens 36°C Wärme. Auch nicht erfrischend.
Also können wir uns nur innerlich abkühlen: mit einem kaltem Gin Tonic
Die Eiswürfel schmelzen in Minuten. Das erhöht das Trinktempo. Schnell, schnell, bevor der Drink lauwarm wird.
In der Ferne donnert es, der Himmel zieht sich zu.
Martin zupft ein kleines Konzert auf der Ukulele, Wolken und Abendsonne liefern ein fantastisches Bühnenbild dazu
Aufkommender Wind verwischt die Wolken, ein surreales Licht
Der Wind wird immer kräftiger, wirbelt Staub auf
Ich glaub, wir gehen besser rein…
********************************************************************************
Morgens startet die kleine Flugkamera. So ein schöner Stellplatz am Rio.
Könnte man auch gerne noch etwas länger bleiben….
Doch Elvio meldet sich und schlägt vor, am Samstag schon mal eine Vorbesprechung der Lackierarbeiten zu machen.
Das ist morgen.
250 Kilometer haben wir noch vor uns bis Hohenau.
Wir fahren heute weiter. Schade…..
Stunden später überqueren wir die Lagunen vor Encarnacion
Und erreichen gegen 17 Uhr Hohenau. Dort schauen wir kurz bei Elvio vorbei, „Holá“ sagen, wir kennen uns ja noch nicht. Ein sehr sympathischer Mensch.
Die Einzelheiten besprechen wir morgen.
Im „Pronto Mercado“ gibt es Quark! Jippieh und Halleluja! Großes Glück!
Müde und verschwitzt stellen wir Rappelkiste im Parque Manantial ab.
So erfrischend das anschließende Bad im Swimmingpool auch ist….es kann dem Vergleich mit den vielen wunderschönen Wasserfallpools der letzten Wochen nicht standhalten.
Unsere Laune sackt merklich ab. Wir sind traurig, daß unsere Paraguayrunde zuende ist.
Sehnsüchtig denken wir später auf der Rappeltreppe bei einem kühlen Rosé an Salto Minas zurück….
Und haben überhaupt keine Lust auf eine Werkstattwoche bei der Hitze.
Aber jammern hilft nichts und außerdem können wir ja bald wieder los, es gibt noch ein paar tolle Sachen in Paraguay zu sehen….
*******************************************************************
Am nächsten Tag bekommt Rappelkiste endlich ihr lange überfälliges Schaumbad. Eine ominöse rosa Flüssigkeit wird auf die Sandbleche gesprüht. Du meine Güte! So sehr haben die noch nie geglänzt, noch nicht mal als sie neu waren!
Ja, da schaut sie gerne in den Spiegel, die Rappelkiste….
Martin bespricht die kommenden Arbeiten mit Elvio.
Rings um die Frontscheibe blüht der Rost.
Ebenso auf dem Tank
Die Pulverbeschichtung der Felgen ist abgeplatzt
Am Dach muss geschweißt werden und so weiter…viel zu tun.
Montag Mittag sollen wir kommen, sagt Elvio. Dann hat er Platz in der Halle.
Können wir in der Halle im Auto wohnen? „Kein Problem! Natürlich!“ Das sind sehr gute Nachrichten!
Der Tag ist nieselig, feuchtwarm und schwitzig. Wir gehen mal in den Pool, hängen sonst eigentlich nur schlapp im Schatten rum…dasselbe am Sonntag. Pool, rumhängen, Pool…..die feuchtwarme Hitze macht uns fertig….
Morgen geht es dann in die Werkstatt. Arbeitswoche! Mal was anderes…..
Liebe Grüße, bis dann!
Julia & Martin
Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkisteberlin









































































Schreibe einen Kommentar