Paraguay – Eine Woche in Elvio´s Werkstatt 16.02.2026 – 22.02.2026

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Montag, Tag 1:

ein Kurz-vor-Gewitterwetter heute morgen. Drückend heiß und schwül.

Mittags rollen wir, wie verabredet, bei Elvio vor die Werkstatt.

Ein bißchen rumrangieren, dann können wir in die Halle fahren. Unser Wohn- und Arbeitsort für die nächsten Tage.

Martin holt die Dax aus der Garage, völlig eingestaubt von den Pistenfahrten.

Das Moped hat ganz schön gelitten in der feuchten Luft.

Aktueller Tachostand:

 

Unsere erste Aufgabe ist es, die Kabine zu „strippen“.

Zuerst kommt das Krönchen vom Dach.

Dann klettern wir ins Fahrerhaus: alles muss raus….

Das Handschuhfach wird ausgebaut und alle Griffe – es sind unglaublich viele! Die Mittelkonsole, Radio, das gesamte Armaturenbrett außer der Heizungsverkleidung. Alles raus. Ein Riesenaufwand.

An der Regenrinne muss geschweißt werden, also muss der Himmel auch raus

Außen montieren wir noch mehr Griffe ab. Einer hält außen, der andere taucht mit den Händen tief ins Dash und schraubt blind die Muttern ab.

Jetzt nur nicht fallen lassen….

Geschafft!

Die Scheibenwischer werden demontiert.

Martin löst die Schrauben vom Dachgepäckträger, der muss runter. Auf dem Dach haben wir schon immer eine große Delle, in der sich Regenwasser sammelt. Die wird jetzt rausgedrückt.

Viel Arbeit. Unzählige Tütchen füllen sich mit unterschiedlichen Schrauben, alle sauber beschriftet, damit wir später wissen, wohin sie gehören. Wir klemmen den Himmel wieder provisorisch ein, damit wir in der Kabine weiterarbeiten können

Sieht echt übel aus am Fensterrahmen. Gut, daß wir das jetzt in Angriff nehmen

Um 19 Uhr ist Feierabend. Elvio fährt alle Autos in die Halle.

Die Stimmung in der Werkstatt ist fröhlich, alle sind sehr nett, aber noch etwas schüchtern. Elvio ist ein lustiger Mensch, wir lachen viel und haben viel Spaß. Super hier!

Um 20 Uhr sind wir allein. Die großen Wandventilatoren dröhnen, pusten warme Luft in die Halle. 30°C.

Lieber Lärm als noch mehr Hitze.

Wir können kalt duschen, das hilft für 2 Minuten.

Viel geschafft heute!

 

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Dienstag, Tag 2:

Punkt 8 Uhr geht das Werkstatttor auf.

An die Arbeit!

Heute kommt das Ersatzrad vom Heck runter. Kaum aufs Dach geklettert, machen wir eine unschöne Entdeckung:

Ein Souvenir unserer spannenden Dschungelfahrten. Irgendein kräftiger Ast hat uns an der Seite das Solarpanel zerschlagen. Ärgerlich. Gut ist, daß wir das von der Stromladeleistung überhaupt nicht gemerkt haben. Das Paneel scheint ganz normal weiterzuarbeiten. Top Qualität! Leider nicht mehr erhältlich, sehr schade!

So. Reifen runter und bei der Gelegenheit gleich Dachluke samt Rahmen putzen.

43°C Außentemperatur, in der ungedämmten Halle ist es noch wärmer. Wir zerfließen…

Was kommt als nächstes?

Reifenmuttern lösen.

Fast keine der Muttern ist willig, die meisten sträuben sich energisch….

Rostumwandler tropft vom Fensterrahmen

Der Himmel muss wieder runter.

Die Scheibe kommt raus, ein spannender Moment.

„Nein, das ist einfach, kein Problem!“ sagt Elvio

Die Jungs halten von außen, während er die Scheibe von innen löst….

Alles super!

Oha! Das sieht schlimm aus…

Wir heben den Himmel durchs Fenster, die Dachdämmung muss raus.

Elvio schaut sich alles genau an, schüttelt den Kopf. Diese kleinen Plastiknippelchen von den Scheibenwischern…..

„Die müsst ihr abschrauben…“

OH NO! Das ist die maximale Fummelarbeit. Dafür müssen wir im schlimmsten Fall den ganzen Heizungsblock ausbauen!!

Bitte nicht!

Martin löst den Heizungsblock und klemmt ein Holz in den Spalt. So kann man eine Hand hineinstecken und sich rantasten.

Da drin steckt die Hand und schraubt vorsichtig, sehen kann man nichts….und bitte nichts fallenlassen!

Hah! Da ist das Teil! Mission accomplished! Das war wirklich knifflig….

Das wieder zusammenzubauen, wird interessant…..

Der Dachgepäckträger kommt runter.

Eine unschöne Überraschung: Wasser läuft aus dem Gestänge! Das darf überhaupt nicht sein! Wo ist denn da das Leck?

Schweres Teil….

Sieht ganz kahl aus unsere Rappelkiste….

 

Jetzt sieht man sehr gut den Lochfrass an der Regenrinne

Letzte Arbeiten in der Kabine

Die Türverkleidung wird auch noch abgebaut

Als nächstes wollen wir die Reifen abschrauben und von den Felgen lösen

Schon der erste Reifen macht das nicht so ohne Weiteres mit. Der sitzt so richtig schön fest. Da hört man den einen oder anderen lauten Fluch heute in der Werkstatt. Es dauert lange, bis wir das verflixte Teil endlich runter haben..

Verdammt anstrengend…

Währenddessen wird geflext und geschliffen

Einen Reifen haben wir heute runterbekommen. Das kann ja lustig werden….

Die Roststellen an der Kabine sind fertig abgeschliffen und vorbereitet zum schweißen

Um 20 Uhr ist Feierabend.

Wir sind ganz schön kaputt…….

 

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Mittwoch, Tag 3:

Punkt 8 Uhr: Tor auf, Musik an, Autos rausfahren.

Über Nacht konnte nochmal Rostumwandler einwirken.

Jetzt wird geschweißt.

Und geschliffen

 

Martin macht heute Vormittag Büroarbeit

Mittags ist die Delle in unserem Dach verschwunden, perfekt ausgebeult.

Wir bauen die gerissenen Kotflügel ab, Elvio bringt sie zum schweißen

und kümmern uns um den nächsten Reifen….der geht erstaunlich gut runter, nur die Felge….die sitzt fest…..grrrrrrrrrr😤😩

Wir kämpfen weiter mit den Reifen und Felgen. Das sieht schon abenteuerlich aus, wie Rappelkiste da auf den Holzklötzen balanciert.

 

Die Kabine wird nochmal geschliffen und abgeklebt

Nachmittags haben wir endlich alle Felgen runter, eine elende Knochenarbeit war das.

 

Elvio packt die Felgen in sein Auto, das etwas in die Knie sinkt und fährt sie zum Sandstrahlen.

Für uns ist Feierabend. Im Pronto um die Ecke besorgen wir uns unsere tägliche Ration Getränke…

und setzen uns noch nach draußen, bis es dunkel ist.

 

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Donnerstag, Tag 4:

Vormittags sausen wir mit der Dax durch die Stadt und kaufen im Ökoladen und im Baumarkt ein.

Elvio spachtelt

Martin schmiert die Achsen ab.

„Heute nachmittag soll es regnen“ sagt Elvio. „Da werden wir Stromausfall bekommen.“

Der Sandstrahler hat keine überdachte Werkstatt, er wird heute nicht arbeiten, erklärt er uns noch.

Unsere optimistische Prognose von nur einer Woche Werkstatt haben wir schon gestern still und leise zu Grabe getragen.

Das wird sicher bis Mitte/ Ende nächster Woche dauern….

Wir haben nicht viel zu tun im Moment und sitzen draußen im Schatten. Es donnert in der Ferne. Plötzlich kommt kräftiger Wind. Staub, Plastiktüten und Laub wirbeln auf….

„Schnell, schnell!“ ruft Elvio. Alle Autos müssen rein in die Halle.

Und dann bricht ein Unwetter der Extraklasse los! Solche Wassermassen vom Himmel haben wir lange nicht gesehen. Hektoliter kommen da runter!

„Gleich fällt der Strom aus“ sagt Elvio und Zack! wird die Werkstatt dunkel und die Strassenlampen gehen aus.

Die Männer holen Taschenlampen und arbeiten weiter. Die großen Ventilatoren stehen still, die Luft in der Werkstatt wird stickig.

Wir stehen mit Elvio in der Toreinfahrt und plaudern. Die Abkühlung durch den Regen tut gut…

Der Strom kommt vorerst nicht wieder, heute ist um 19Uhr Feierabend.

Mit Stirnlampe wandeln wir durch die finstere Werkstatt zur Dusche und zurück, spooky….

Irgendwann geht das Licht wieder an, die Ventilatoren pusten angenehm kühle Luft in die Halle.

Glück gehabt!

Wir schlafen seit langem mal wieder richtig gut.

 

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Freitag, Tag 5:

Die Kotflügel sind fertig geschweißt, sagt Elvio.

Rappelkiste wird eingekleidet in eine schicke Burka.

Es wird grundiert

Wir sitzen den Tag über draußen im Schatten, lesen und warten….

Mehr gibt´s für uns nicht zu tun….

Später, als alle weg sind, öffnen wir eine Flasche Wein, machen Musik an und feiern eine kleine 2-Personen-Werkstattparty

 

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Samstag, Tag 6:

Martin hat sich eine fette Erkältung eingefangen. Wir müssen noch vor 8 Uhr raus der Werkstatt, denn heute wird lackiert. Nicht die Rappelkiste, sondern andere Aufträge. Im Lackiernebel wollen wir natürlich nicht sitzen. Martin schleppt sich raus auf die Bank im Schatten, Elvio bringt ihm Hustenbonbons. Aus Ameisenbaumfrüchten, sehr lecker.

Bis 14 Uhr wird gearbeitet, dann ist Wochenende. Der Farbnebel zieht ab und wir können wieder rein. Ich wasche Wäsche, gehe einkaufen, Martin hustet sich durch den restlichen Tag und ich bekomme Halsweh.

Die Felgen und Kotflügel sollen am Montag kommen, ab Donnerstag können wir zusammenbauen sagt Elvio. Na also, klappt doch mit Ende nächster Woche. Können wir schon mal überlegen, wo wir als nächstes hinfahren wollen…

Sonntag, Tag 7:  geht´s Martin besser, dafür bin ich jetzt dran…

Liebe Grüße, bis Montag!

Julia & Martin

Drink positive!

Auf Instagram: Rappelkisteberlin

 

 

 

 

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