Brasilien – Ciao Ciao Curitiba! Ans Meer, nach Peruíbe 01.11.2025 – 04.11.2025

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Drei Stunden Zugfahrt durch den atlantischen Regenwald liegen hinter uns, beeindruckend und wunderschön.

Mit einem Picknick am Flussufer lassen wir in Morretes die Fahrt ausklingen.

Wieder spazieren wir durch die Gassen und an den Büdchen vorbei

Dann lassen wir uns von Uber an Cesario vermitteln, er bringt uns  sicher und zügig in einer Stunde zurück nach Curitiba.

 

Dort wartet noch Arbeit. Wir müssen das Leck in der Wasseranlage finden. Martin schließt unseren Schlauch an: Wasser Marsch!

Das Rätsel ist schnell gelöst. Ein Wassertankdeckel ist nicht richtig zugeschraubt. Dort läuft der Tank über, das Wasser plätschert munter in den Innenraum. Leck gefunden! Wie schön, daß es so einfach war!

Martin plaudert noch mit dem Fahrer des Racing Cars, das hinter uns steht. Er holt es gerade ab zu einem Driftcar Rennen. Das würden wir uns gerne ansehen. Ist uns dann aber zu weit weg in der „falschen“ Richtung.

Morgen möchten wir uns gerne den Botanischen Garten anschauen, etwas über die Pflanzen lernen, die wir im Regenwald gesehen haben. Und das Oskar Niemeyer Museum, Niemeyers Architektur begeistert uns. Ein Kunstmarkt findet auch noch statt. Volles Programm wieder!

Bis morgen!

 

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Volles Programm, tja, aber leider…..

schüttet es aus Eimern.

Mittags geben wir auf. Martin macht sich auf die Suche nach dem Parkwächter. Es ist Sonntag und das Tor ist geschlossen. Vorsichtig klopft er beim Büdchen an und löst damit den Alarm aus! Oh!

Aus dem Womo nebenan kommt ein freundlicher Mann, er hat den Schlüssel. Bezahlen können wir auch bei ihm, 16€ für zwei Nächte, super!

 

Das Oskar Niemeyer Museum sehen wir nun leider nur im Vorbeifahren….

Die Strassen sind leer, völlig stressfrei rollen wir durch Curitiba.

Halten bei einem Mercado, wo wir den Einkaufswagen durch die Weihnachtsdeko schieben und uns über das frische, bunte Gemüse freuen

Schau mal! Wir sind im Fernsehen!

Durch echtes Sauwetter saust die Rappelkiste über die Schnellstrasse Richtung Sao Paulo, durch die Berge.

Zwei Stunden später ist der Regen vorbei, aber auch die Sausefahrt. Stillstand.

45 Minuten stehen wir rum, dann rollen alle wieder an, hallelujah!

Den Grund für den Stillstand können wir nicht erkennen.

Die Berge hüllen sich in Wolkenschleier, alles versinkt im Nebel

Nochmal bleiben wir für eine Stunde stecken.

Inzwischen ist es spät geworden. Als die Karawane endlich wieder anrollt, entscheiden wir uns, bei der nächsten Tankstelle zu übernachten.

15 Kilometer später kommt sie in Sicht, mit Churascaria, dahinter ein großer, matschiger Parkplatz.

Martin postiert Rappelkiste hinter dem Gebäude. Gut für heute.

Boa noite!

 

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Bom dia! Früh morgens geht es weiter. Die Strasse ist nicht mehr so voll wie gestern, das Fahren ist angenehmer.

Nun sehen wir immer mehr gerodete Flächen, der Regenwald musste Bananenplantagen weichen

Gut, das so wenig Verkehr ist, sonst würden wir jetzt bestimmt wieder stehen….

Hinter Itariri verlassen wir die Schnellstrasse und fahren Richtung Peruibe ans Meer.

Bananas, Bananas….und Bodenschwellen, diese verfluchten Bremser…

In Peruibe rollen wir die Strandstrasse hinunter, kilometerlang, der Strand fast menschenleer.

Unser angepeilter Platz am Ende der Promenade hat eine Höhenbeschränkung – ein Satz mit X. Aber auf dem Weg dorthin haben wir eine Parkbucht gesichtet, die uns gefällt. Ein bißchen zurückfahren – steht! Ganz wunderbar!

Die Aussicht aus unserem Fenster:

 

Wieder am Atlantik.

 

Blick nach links

Blick nach rechts

und geradeaus….

Einfach herrlich, Brasiliens Strände!

Hab auch schon was gefunden….

Mit Riesenschwingen schwebt ein Rabengeier heran

Auf dem Sand liegen Seeschneckenhäuser und farbenprächtige Muscheln

 

Überall über den Strand verstreut liegt Nixengeld

Als wir eins aufheben, zerbröselt es in 1000 Stücke Kleingeld….

Die Möwen lassen sich von uns nicht aus der Ruhe bringen

 

Zu jedem Spaziergang gehört auch eine schöne Pause…..

dann laufen wir zurück, die Füße im ansteigenden Wasser.

 

Es ist sehr warm, wir holen die Stühle raus und setzen uns vor die Rappelkiste.

Doch das feuchte Tropenklima lässt schnell alles klamm und klebrig werden. Beim kleinsten Luftzug  beginnt man zu frösteln. Also Jacken an, aber die sind eigentlich zu warm, ach herrjeh…nicht so einfach….

Kann man nichts machen….werden wir uns dran gewöhnen…

Bis morgen!

 

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Guten Morgen mit Fototapete!

Der Tag beginnt mit einem Bad im Meer, 22 Grad Wassertemperatur, freundlich gesonnene Wellen, perfekt!

Sechs Kilometer entfernt haben wir Imbißbuden gesichtet, bei denen es fantastisch nach frisch frittiertem Fisch duftete.

Wir schnappen die Räder und los geht´s.

An der Bude angekommen, erklärt man uns fröhlich, das wir uns Fisch beim Fischmarkt nebenan kaufen sollen, hier wird er dann für uns zubereitet. Das ist ja super!

Gesagt – getan!

So können wir selbst entscheiden, welchen Fisch wir nehmen und wieviel. Fangfrisch, der kleine Hafen ist direkt dahinter. Die Verkäuferin wäscht den Fisch, zerteilt ihn so wie wir es gerne hätten. Wir bezahlen einen Spottpreis dafür, eigentlich viel zuwenig.

Zurück beim Imbiss geben wir unseren Einkauf ab, bestellen noch Fritten dazu und Getränke.

Fanta Uva, Traubengeschmack, Martin traut sich was!

Schmeckt fürchterlich!

Nebenan wird mit kräftigen Machetenschlägen eine grüne Coconut geköpft. Strohhalm rein, fertig ist das Getränk!

Da kommt unser Essen….

Soooo gut! Wir sind begeistert!

Zum Nachtisch stellt sich die Frage: green coconut oder Caiprinha?

Keine lange Diskussion….

Aber hier wird nicht einfach so Caipirinha bestellt. Zuerst müssen wir entscheiden: Wodka oder Cachaça? Welcher Cachaça? Wieviel Cachaça? Wenig, mittel oder stark? Limão, Ananas, Maracuja, Erdbeer oder Cashew? Wieviel Zucker? Ein Löffel oder mehr? Hui….so viele Möglichkeiten…

Wir wählen klassisch: Limão, medio forte, pouco açucar.

Serviert wird in großen Schraubgläsern, eine ordentliche Portion!

Es ist die beste Caipirinha ever! Ungelogen!

Saudé!

 

So, alles alle

Martin zahlt. Unglaubliche 17€ kostet uns dieses Vergnügen inklusive der Caipirinhas.

Beflügelt von gutem Essen und Caipis radeln wir zurück.

Tolle Idee, dieses faltbare Windrad auf dem Camper

„Ach komm, einer gehrt noch!“ Zack, an der Rappelkiste vorbei, zur nächsten Strandbude, auf noch eine Caipirinha.

Wir sind fast die einzigen Gäste hier, doch es dauert sehr lange, bis die Getränke kommen.

Die Caipi ist gar nicht gut. Ein paar Scheiben ungestampfte Limette, ertränkt in viel zu viel Cachaça.

Serviert in Plastikbechern.

Die einen können´s, die anderen lernen´s bestimmt noch…

Zurück zu Rappel, Stühle raus und den Vollmond bewundern.

Marcelho kommt vorbeispaziert. Ein netter Mensch, der deutsch und englisch spricht, wir plaudern ein wenig. Dann möchte er unbedingt ein Lied für uns singen. Aus einem werden drei. Fado ähnliche Lieder, sehr schön gesungen, voll Leidenschaft und mit viel Sehnsucht in der Stimme.

Er verabschiedet sich mit guten Wünschen und spaziert weiter.

Wir bleiben noch draußen, bis die Sicht leicht verschwommen wird.

Hier gefällt es uns sehr gut, kann sein, das wir etwas länger bleiben…

Boa Noitsch, wie man hier sagt.

Und liebe Grüße!

Julia & Martin

Drink positive!

Auf Instagram: Rappelkisteberlin

 

 

 

 

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