Roquetas Roquetas

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Wir sind immer noch hier…..

Mittlerweile schon über eine Woche! Nicht allzu früh morgens joggen wir die Strandpromenade hoch zum Hafen. Auf dem Rückweg probieren wir die Fitnessgeräte aus, die an der gesamten Promenade aufgestellt und sehr gut besucht sind. Der Wind frischt gegen Mittag auf, dann kommt auch noch Regen dazu. Es wird ziemlich kühl. Nach dem Regen schnappen wir die Fahrräder, ziehen die Windjacken an und radeln zur Bar Aurora, die wir beim Joggen entdeckt haben. Die Bar ist in englischer Hand und sie zeigen Fussball – Manchester City gegen Manchester United. Es ist nett hier, zu jedem Glas Wein gibt es Tapas dazu. Fish&chips zum Beispiel oder egg&chips, eben englische Tapas.

   

Sehr gut! Zum Schluss bestellen wir cheese&olives und sind etwas perplex, als der Teller kommt: drei Oliven und eine Scheibe Weißbrot, auf der ein sehr schmaler Streifen Käse ruht!

Durch Sturmböen radeln wir zurück zur Rappelkiste. Unsere Eingangstür ist wie ein riesiges, schweres Segel, es braucht richtig Kraft, sie im Gegenwind zu schließen! Nachts schaukelt der Wind uns sanft im Schlaf…..

Am Sonntag holen uns unsere Freunde Waltraud und Arno ab, für die Beiden beginnt morgen die Heimreise und wir gehen zum Abschied zusammen essen. In einem sehr guten Restaurant genießen wir das „menu del dia“und halten auf dem Rückweg noch in einem Cafe´am Hafen, wir alle erzählen und lachen viel! War eine sehr schöne Zeit mit euch Beiden!

Am nächsten Tag sitzen wir vor unserem LKW, gut gegen den Wind verpackt, in der Sonne. Eine ältere Dame kommt mit ihrem Fahrrad zielstrebig auf uns zu. Am Lenker hat sie zwei große Eimer. Sie legt los: eine wahre Tirade prasselt auf uns ein! In einem bunten Durcheinander mixt sie Sprachen und Themen, es geht um Terror und Katastrophen, wild gestikulierend nimmt sie eine Apfelsine aus ihrem Eimer, es geht um Bonn, wo sie mal gelebt hat, anschließend drückt sie uns Tomaten in die Hand. Es ist nicht so einfach ihr zu folgen, wir bemühen uns redlich, aber sind doch etwas ratlos…. sie möchte vielleicht Gemüse verkaufen? Sie ist scheinbar nicht zu stoppen, es geht ohne Punkt und Komma weiter!

Plötzlich eine Pause…..muß sie Luft holen? Sie zeigt auf unser Auto und ruft: „das Katastroph is formidable! “ Nimmt ihre Eimer und radelt davon.

Von Tag zu Tag wird der Wind stärker, ab Mittags wird es jetzt immer stürmisch. Aber die Sonne scheint und wir gehen nachmittags wandern. Auf dem Rückweg stemmen wir uns regelrecht gegen die Windböen, ganz schön anstrengend!

 

Jeden Tag verschieben wir erneut unseren Aufbruch. In ganz Spanien regnet oder schneit es, nur wir wurden bis jetzt verschont. Aber dann sehen wir schließlich auch die Regenwolken über die Berge quellen. Der Wind wird kälter und die Wolken schieben sich vor die Sonne. Wir machen einen Regenspaziergang, versuchen, um die Schlammpfützen herum zu laufen. Die Palmen biegen sich in den heftigen Böen.

Nass und schmutzig kommen wir nach Hause, aber es war schön, draussen zu sein. Später parken wir um und stellen uns für die Nacht in den Windschatten der Häuser. Alle Wohnmobile, die hier mit uns stehen, suchen einen geschützteren Platz an den Hauswänden.

So vergeht ganz schnell eine Woche und es ist schon wieder Donnerstag, Markttag! Das Einkaufen ist ein großes Vergnügen, das Gemüse wirklich sehr gut! Der einzige Wermutstropfen sind die vielen Plastiktüten, in die das Gemüse verpackt wird. Obwohl wir Taschen dabei haben, muss alles nochmal in eine Tüte. Zum Schluss kehren wir wieder beim Bistro alemán ein. Die Marktleute packen zusammen und wir beobachten fasziniert, wie der Wind den Müll durcheinanderwirbelt. Pappkartons rutschen mit Tempo an uns vorbei, Plastiktüten erleben Höhenflüge, schmiegen sich an einen Mercedesstern oder bauschen sich in Gruppen am Zaun. Ein schlafender Hund wird sanft mit einer Lage lila Pappe zugedeckt, es bringt ihn nicht aus der Ruhe und ganz schnell weht die Pappe weiter….

   

Wir lernen nette Leute kennen, unterhalten uns prima und wandern dann zurück zum Strand, zum Auto.

Heute ist Freitag, der dreizehnte. Eigentlich wollten wir heute wirklich mal weiter fahren. Aber dann legt sich nach über einer Woche plötzlich der Wind! Das müssen wir auf jeden Fall auskosten und bleiben in der Sonne sitzen.

Morgen ist ja auch noch ein Tag…..

 

 

 

 

 

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