Paraguay – Wandern auf dem Cerro Arco und Piranhas im Rio Manduvaria 01.02.2026 – 03.02.2026

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Im Frühtau, gegen halb 8 Uhr morgens, ziehen wir los.

2 Liter Wasser und Schnittchen sind im Rucksack. Und Badezeug, man weiß doch nie….

Der Waldweg ist naturbelassen, Bambusstäbe und rote Fähnchen weisen die Richtung.

Bald stehen wir vor einer hohen Felswand

Da geht´s lang….

 

Es wird sportlich: hochhangeln auf den Bergkamm

Bambusgeländer und ein Haltestrick zum Hochziehen helfen

Uff! Geschafft!

 

 

So schöne Blüten…duften die?

Nö.

Und diese hier?

Auch nicht.

 

Ein gewaltiger Felsbogen wölbt sich über den Wanderweg, der Arco, der dem Cerro den Namen gab.

 

Ein lautes Maunzen lässt uns aufhorchen…

„Mau!“

Ja, hallo Mausele…oder besser: Lausele…

Die Flohprinzessin vom Cerro Arco

Unsere neue Begleiterin

Vom Felsbogen aus hat man eine tolle Fernsicht über das Tal.

Rauchschwaden steigen auf, vielleicht werden die Ziegelöfen gefeuert.

 

Die Katze probiert, bei Martin anzudocken.

Nicht so nah ran, du Flohgondel…

Nee, bei mir auch nicht!

„MAU!“

Hier legen wir eine kleine Pause ein und genießen den Ausblick über den Dschungelwald.

 

 

Durch den Bogen geht es weiter.

Ein bißchen gruselig, direkt unter dem Felsentor zu stehen.

 

„MAU!“ verabschiedet uns das Kätzchen

Wir wenden uns nach rechts, hinauf aufs Plateau und folgen nun den blauen Plastikfetzen.

 

Ähhh, wo geht´s lang?

Hier, das ist der Weg…

Seltsame Felsstümpfe wachsen aus dem Boden, wie Zwergentische oder versteinerte Baumstümpfe

Weiter hinauf, den Kakteenstacheln weichen wir besser aus

Der Weg führt hinein ins Gestrüpp und endet dort.

Sackgasse.

Also zurück

So schöne Blüten

Nochmal vorbei am Arco und dann in die andere Richtung

Die Felswand ist durchlöchert, kleine Fenster zeigen uns Ausschnitte von der Landschaft oder einfach nur himmelblau

Sehr schön hier oben, ein angehm zu gehender Weg mit herrlicher Aussicht

Warum man überall seinen Namen draufkritzeln muss, bleibt ein Rätsel…

 

Oh! Der versteinerte Stiefelabdruck von einem urzeitlichen Wanderer

Wir wandern über den Bergkamm

zum „Trono del Casaque“

Ziemlich unbequem sieht das aus.

Ringsum schorfige Felsen, scharfkantig und gemustert mit graugrünen Flechten. Eine schroffe Landschaft.

Ein Fabelwesen sitzt auf der Kante und schaut über das Land

Hier stehen noch mehr von den Zwergentischchen

Wir lassen uns nieder zur Frühstückspause

Stullfie-time!

 

Wohlgestärkt wandern wir weiter.

Sehen kleine Tümpel, in denen Kaulquappen hin und herhuschen

Wenn das der Zulauf zur Lagune ist, dann schrauben wir unsere Hoffnung auf ein erfrischendes Bad besser gleich runter….

Rote und orange-getigerte Farbtupfer flattern durch das Grün

Dann sehen wir die Laguna Espejo, die Spiegellagune

Oder das, was davon übrig ist… Es muss wunderschön sein, wenn mehr Wasser da ist.

 

So richtig reizt uns das jetzt nicht zum baden…Möchten wir uns da reinsetzen?

Nein, eher nicht. Überlassen wir den Tümpel lieber den Kaulquappen…..

 

Und schlagen uns ins Dickicht, es geht bergab

 

Ein kaum hörbares tropfen….

Wir stehen vor dem Salto Rosado – also mit Wasser, wäre es der Salto Rosado, sicher sehr sehr schön, dann…

Einzelne Tröpfchen fallen von den Felsekanten, da ist momentan nicht viel los mit Wasserfall.

Der Badepool ist sonst bestimmt toll, heute aber leider nicht mehr als eine Pfütze.

Normalerweise müssten alle Lagunen und Wasserfälle gut gefüllt sein, denn es ist Regenzeit.

Aber wir erleben ein El Niño-Wetterphänomenjahr, das alle 3-5 Jahre auftritt und in diesem Sommer für extrem wenig Niederschlag verantwortlich ist.

Nächstes Jahr sieht es hier vermutlich wieder ganz anders aus.

Ohne Wasserfall ist dies ein verwunschener Ort, der darauf wartet, von Regenfluten wachgeküsst zu werden.

Trockenen Fusses überqueren wir den Badepool  und machen uns auf den Heimweg.

Seltsam verknotete Bäume säumen den Weg, andere haben Rinde mit Camouflagemuster und Kakteen wachsen uns meterhoch über den Kopf

Die letzten 500 Meter geht es durchs Dorf

Dieser dunkle Schmetterling lässt sich nieder für eine kurze Pause, ein Parcella Amarynthina

Der hier trägt ein aztektisch-inspiriertes Muster mit der Zahl 08 auf den Flügeln…

 

Da sind wir schon wieder beim Parkplatz

Die Wanderung auf dem Cerro Arco, vor allem oben zwischen den schroffen Felsen, ist wunderschön. Das Bad in der Lagune und im Salto Rosado Pool ist leider ausgefallen. Ein Grund mehr, wiederzukommen.

Die Blattschneider schleppen schon wieder fleißig Grünzeug in den Keller.

Lange beschwöre ich diesen schönen Falter, aber er hält seine Flügel eisern geschlossen und zeigt uns seine Flügeloberseite nicht.

Es ist erst halb 11Uhr, da können wir noch ein bißchen weiterfahren. Wir packen zusammen.

Adios!

 

Nach 24 Kilometern erreichen wir Arroyos y Esteros. Hier ist mächtig was los. Auf den Asados schmurgeln halbe Rinder und ganze Hühner. Die Teilnehmer einer Demo reichen uns Zettel durchs Fenster und wollen wissen, woher wir kommen. Eine Trommelkombo winkt und jubelt uns zu. Fiesta!

Ein Stück weiter biegen wir ab auf eine Holperpiste. Sie endet an einem Rondell am Ufer des Rio Manduvaria

Ganz nett. Aber da vorne sieht es viel schöner aus….

Da fahren wir hin.

Eine große Wiese am Ufer, viel Platz für Rappelkiste und uns.

Etwas müllig, aber dennoch schön.

 

 

Angler versuchen in der Abendsonne ihr Glück. Familien kommen zum Picknick und planschen im Wasser.

Wir genießen unseren Aperitif auf der Treppe

 

Gegen 20 Uhr sind alle Picknicker weg.

Wir sind allein.

 

Mit einem spektakulären orange-gelbem Leuchten steigt der Vollmond auf

und schenkt uns eine außergewöhnlich schöne Abendstimmung

 

 

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Das Morgenlicht kann sich ebenfalls sehen lassen

Guten Morgen!

Martin hat sich einen Magen-Darmvirus eingefangen und muss erstmal kurieren. Der Ärmste.

Wir haben es zum Glück nicht eilig.

 

Voller Vorfreude auf ein Bad laufe ich runter zum Fluss, halte erstmal die Kamera rein

Oh, das sieht ja recht trübe aus, wie braunes Teewasser.

´Ne ziemlich algige Suppe….Der Untergrund fühlt sich weichpampig an…

Fische linsen neugierig in die Kamera

Moment, sind das etwa?????

Mir kommt da so ein Gedanke. Ein Fischer macht sein Boot fertig und ich frage, ob es Piranhas im Fuss gibt.

„Si, si!“ antwortet er. „Sind die gefährlich?“ frage ich. „No, no, no problema!“

 

Ein misstrauischer Blick ins Wasser, ein Schneckengehäuse trudelt vorbei….

Das alles wirkt wenig einladend….

Ich glaube, ich möchte gerade nicht mehr schwimmen gehen.

Lieber schaue ich diese hübsche Wasserpflanze an

 

 

Nachmittags sirren tausende Libellen um uns herum

Der Himmel zieht sich zu, es grollt und donnert in der Ferne

Ein abkühlendes Gewitter wäre willkommen, aber es bleibt beim Donnergrollen.

 

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Morgens steigt Nebel über dem Fluss auf

Die kleine Fliegerin startet zu einem Rundflug

Schweine wandern vorbei und grasen, Kühe steigen ins Wasser und rupfen sich die Wasserpflanzen.

Martin geht es besser, er soll sich noch etwas erholen.

Angler stehen auf den Felsbrocken im Wasser, Kormorane trocknen ihre Federn. Abends kommen Leute zum baden – ich verzichte weiterhin.

Martin hat alles gut überstanden, morgen fahren wir weiter.

Die Wanderung auf dem Cerro Arco hat uns so viel Spaß gemacht. Nicht allzu weit entfernt liegt der Sendero Ybyty auf den Cerro Kavajú. Eine von Mönchen in den Fels geschlagene, lange Steintreppe führt hinauf auf den Gipfel. Dort gibt es mehrere Aussichtspunkte mit spektakulären Ausblicken. Klingt sehr gut!

Da möchten wir hin.

Liebe Grüße, bis morgen!

Julia & Martin

Drink positive!

Auf Instagram: Rappelkisteberlin

 

 

 

 

 

 

 

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