Die Ticketschalter zu den Iguaçu Wasserfällen öffnen um 8:30Uhr.
Schnittchen, Obst und Regenjacken sind im Rucksack verstaut, von unserem Stellplatz müssen wir nur 500 Meter weit laufen.
An den Schaltern kann nur bar bezahlt werden kann. „Não cartão“
Also rüber zu den vielen Automaten. Es läuft völlig unproblematisch: Mitarbeiter weisen ein und helfen, falls jemand nicht zurecht kommt. Die Automaten können viele Sprachen und sind superleicht zu bedienen.
Ca 20,-€ pro Person kostet der Eintritt, diesmal gibt es keine Ermässigung für Ü60.
Zack, schon sitzen wir in einem der Shuttlebusse
Wir fahren durch den Nationalpark Iguaçu. Zusammen mit der argentinischen Seite ist dies das größte, zusammenhängende Überbleibsel des subtropischen Regenwaldes von Paranaense. Während Argentinien bereits 1934 den Nationalpark Iguazu gründete, dauerte es in Brasilien bis 1986, um den Schutzstatus zu erwirken.
Beim rosa Hotel das Cataratas steigen wir aus.
Und folgen einem Pfad in den Wald.
Ein Rauschen, das mit jedem Schritt lauter wird.
Der erste Blick raubt einem den Atem:

Das Rauschen, die aufsteigende Gischt, Regenbögen, diese nicht endenwollenden Wassermassen.
„Großes Wasser“ -> „Y-Guasu“ nennen die Ureinwohner Guaraní die Wasserfälle.
Ein überaus passender Name.
Dunkle Vögel kreisen im Gischtnebel
Wir schauen hinüber zur argentinischen Seite. Dort laufen die ersten Ausflügler über die Stege. Winzig klein im Vergleich zu den Wasserfällen.
Die anderen Leute aus unserem Bus sind längst weitergewandert, wir sind immer noch da und staunen.
Schnell ist eine halbe Stunde vergangen, wir laufen mal los.
Ein Geräusch von oben….was ist das?
Ein Tukan!
Fliegt direkt über unsere Köpfe und landet auf dem nächsten Baum.
Ein riesengroßer Wunsch geht in Erfüllung! Ich wollte soooo gerne einen Tukan sehen!
Was für ein Glück!
Ständig bleiben wir stehen, kommen gar nicht vorwärts…alle paar Meter neue „WOW!“ – Momente
Um uns herum flattern bunte Schmetterlinge. Schwer zu erwischen, denn sie sind sehr beschäftigt….
Einer hält einen Moment still…
und schon ist er wieder unterwegs…
Vor einem Selfiespot ist eine kleine Warteschlange…..
Bitte recht freundlich….
10 Meter weiter kann man auch tolle Selfies machen, ohne Warteschlange
Nasenbären schnüffeln herum. Leider mißachten viele Leute das Fütterverbot und locken mit Pommes und Keksen. Dabei wird eindringlich gewarnt, denn die süßen Bärchen beißen auch gerne mal in die Hand, die sie füttert.
Die Wasserfälle von Iguaçu gehören zum Weltnaturerbe und zählen zu den sieben neuen Weltwundern.
Und ein Wunder sind sie wirklich…
Da! Wieder ein Tukan!
Soviel Glück kann man ja gar nicht fassen!
Einmal um die Ecke und wir sehen die Aussichtsstege
Tosend fällt das Wasser über die 70 Meter hohe Felskante. Ein kräftiger Luftzug vernebelt die feinen Tröpfchen, sofort hüllt uns die Gischtwolke ein
Martin verzichtet, ich wandere hinaus auf den Steg. Regenbögen reflektieren das Sonnenlicht. Es sprudelt, braust und donnert.
Bunte Schmetterlinge trudeln durch die Gischt
Schnell ist man nassgesprüht, der kühle Wind und die feuchte Luft fühlen sich herrlich erfrischend an
Die Regenjacken bleiben im Rucksack. Nass werden gehört unbedingt dazu, finden wir.
Dieser kleine Kerl hier wird vom Wind fast platt aufs Geländer gedrückt.
Beim losflattern zeigt er uns noch mehr von seinen wunderschönen Farben
Ganz vorne hat man von der Plattform einen fantastischen Blick in den brodelnden Teufelsschlund.
Dieser Donner! Diese unbändige Kraft des Wassers!!
Ein unbeschreibliches Erlebnis vor diesen Wassermassen zu stehen
Und klatschnass zu werden
Zurück…..
Wir wandern hinüber zur Wasserwand. Wo kommt bloß das ganze Wasser her?
Ein Königsschwalbenschwanz fliegt mir vor die Linse, das ist ja perfekt!
Das muss ich Martin zeigen…..“Martin! Guck mal!“
Huch?! Wo ist Martin hin?
Ah, im Shop…was macht er da?
Weil ich mich so sehr über die Tukane gefreut habe, schenkt Martin mir einen eigenen Tukan!
Über uns kreisen hunderte von Rauchschwalben
Diese Wahnsinnigen stürzen sich mitten hinein in die brüllenden Wassermassen. Ein unglaubliches Schauspiel. Mit vollem Tempo fliegen sie auf die Wand zu und verschwinden im Wasserfall.
Hinter den Wasserwänden haben sie ihre Nester in die Felsen gebaut. So sind die Küken optimal vor Räubern geschützt, aber die Flugmanöver sehen lebensgefährlich aus.
Wir machen Vesperpause. Zeit für eine Stulle
und ein Stullfie.
Vielen Dank an Rieke @friederikeablang, für die geniale Namensfindung für dieses Fotogenre!
Aufzug oder Treppe bringen die Besucher ein Stockwerk höher. Wir wählen die Treppe. Überall tröpfelt Wasser
Nun schauen wir von oben über die Wasserfälle
Und bewundern weiter die Flugkünste und den Mut der Rauchschwalben. Wie machen das bloß die Jungvögel, wenn sie ihre ersten Flugübungen starten?
Falter trudeln durch die Gischt, sie scheinen die Feuchtigkeit zu lieben.
Ein gefleckter Zitronenfalter. Ein zartes Vanillegelb mit einem himmelblauen Schimmer auf den Flügeln. Die Flügel der Männchen reflektieren UV-Licht, deshalb schillern sie bläulich.
Um die 250 Schmetterlingsarten sollen in der Nähe der Wasserfälle leben. Wir werden regelrecht umschwärmt.
Diese Vielfalt an Mustern, Größen und Farben
Stunden sind vergangen, im Schatten lassen wir uns nieder, erfrischen uns mit zwei Eisenbahnpilsenern
Längst ist klar, daß wir morgen nochmal hierhergehen werden. Wir haben uns noch lange nicht sattgesehen.
Zurück beim Hotel das Cataratas sitzen wir noch lange auf der Bank und genießen einfach nur den Anblick
Nachmittags sind wir zurück bei der Rappelkiste.

Was machen wir mit dem restlichen Tag?
Pool natürlich!
Ganz für uns alleine.
Planschen nach Herzenslust…
Goldgelbe Falter werfen ihre Schatten auf das türkise Wasser, rote Riesenlibellen schwirren hin und her.
Wenn sich zwei begegnen brummen sie laut, als stünden sie unter Strom.
Bem-te-vis kommen angeflogen. Die drei Worte passen gut zum Klang ihrer Rufe. „Schön, dich gesehen zu haben“ wird der brasilianische Name übersetzt.
Auf englisch heißen sie „Kiskadee“, das trifft lautmalerisch ihren Ruf noch besser.
So – und jetzt kommt´s!
Der deutsche Name:
Schwefelmaskentyrann.
Oh mann….
Völlig daneben. Passt besser zu einer Comicfigur, als zu so einem hübschen Vogel.
Wie auch immer wir sie nennen: ihnen geht´s wie uns.
Ab in den Pool!
Jetzt sind wir wieder dran….
Später sitzen wir vor der Rappelkiste. In den Bäumen um uns ein lautes Geraschel.
Affen turnen durch die Äste. Die Vögel finden das gar nicht gut und warnen laut!
Grillen und Zykaden zischen, knirschen, knarren und pfeifen in hohen langgezogenen Tönen. Vögel singen ihr Abendlied.
Es wird endlich etwas kühler…….
Für morgen haben wir eine Wanderung durch den Nationalpark mit drei Badestellen geplant. Wir freuen uns schon mächtig drauf!
Liebe Grüße, bis morgen!
Julia & Martin
Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkiste Berlin



















































































































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