Gleich morgens wieder rein ins Thermalbad.
Auf der Oberfläche enstehen kleine Wirbel. Zuerst sieht man nur Schatten, die sich bewegen. Erst bei ganz genauem Hinsehen, kann man unzählige, fast durchsichtige Fische erkennen.
Die Unterwasserkamera macht sie sichtbar. Direkt unter der Oberfläche, lang und schmal, immer begleitet von ihrer Spiegelung. Manchmal blitzen sie kurz im Sonnenlicht auf
Ein Stockwerk tiefer, dicht über dem Untergrund, schnorcheln kleine dickere Fische
Je nach Lichteinfall ebenfalls fast durchsichtig
Ein Blick gen Himmel aus der Fisch-Perspektive
Und so sehen die Fische mich
Ach, herrlich ist es hier, genau das richtige nach all dem Trubel in Rio.
Der Abend ist mild und ruhig, die Mücken halten sich brav zurück.
Abends dann Wetterleuchten am Horizont und Donnergrollen.
Wir bleiben draußen, bis es anfängt zu nieseln.
Dann werden wir uns jetzt mal was Schönes kochen….
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Wie soll man dieses Morgenlicht nennen? Ein Morgen-rosé-avec-bleu?
Auf jeden Fall schön.
Heute rollen wir wieder weiter. Wir müssen dringend Wäsche waschen und so Kram.
Ciao schöne Salzlagune!
Im nächsten Ort werden Strandbuggyfahrten durch die Dünen angeboten. Für das echte Wüstenfeeling trägt der Fahrer ein arabisches Kostüm
Keine romantische Fischerdorfidylle in den Ortschaften
Sehr cool: die beiden höhergelegten VW Käfer
Salzfelder links und rechts
Ziemlich runter hier alles, aber Jesus liebt dich….
Buzios kommt „very international“ daher
Das einst verschlafene Fischerdorf erlangte in der 1960er Jahren große Berühmtheit, denn Brigtte Bardot ließ sich hier für einige Zeit nieder.
Lassen wir links liegen, denn wir haben Arbeit zu erledigen in der nächst größeren Stadt.
In Cabo Frio haben die Mercados Höhenbalken vor ihren Parkplätzen und auch bei keiner Lavanderia können wir halten. Das klappt ja überhaupt nicht.
Nun gut, dann nach Tucuns weiter, da soll ein ganz toller Platz auf einer Wiese am Meer sein.
Leider ist der Weg dorthin mit einem Tor verstellt.
Der zweite Versuch zu einem Platz zu kommen, endet vor großen Steinblöcken.
Etwas weiter ein öder Platz in der prallen Sonne, dafür mit Strandblick. Hm…
Hier wird uns die Hitze garkochen….geht nicht.
Und so fahren wir mal wieder weiter als gedacht.
Von Unamar rollen wir über die neue Brücke nach Barra de Sao Jose. Die alte Brücke liegt in Trümmern.
Voller Hoffnung biegen wir in die Gasse zur Capela de Sao Jose….
Ducken uns unter tiefhängenden Stromkabeln und Ästen hindurch
Und haben Glück: eine Parklücke, groß genug für Rappel, mit Schattenbäumen!
Schön ist es hier. Gegenüber sehen wir auf den großen Strand von Unamar.
Wir spazieren los. Auf dem Hügel thront die weiße Kapelle, daneben eine kleine Badebucht. Am Platz mehrere Kioskos und ein niedliches Restaurant.
Rechts und links von der Kapelle liegen Strände, goldgelb und grobkörnig. Am langen Strand links könnten wir uns auch hinstellen aber…..kein Schatten!
Wir bleiben wo wir sind. Sehr zufrieden setzen wir uns auf eine Bank, genießen diesen schönen Ort. Erfrischt durch ein kühles Blondes.
Später stellen wir unsere Stühle auf den Grünstreifen, lauschen in der Dämmerung dem schrillen Pfeifen der Zikaden und dem Abendrufen der Vögel
Leute kommen vorbei, grüßen freundlich. Manche bleiben kurz stehen um zu plaudern. „Muito lindo!“ sagen sie zur Rappelkiste, „Sehr hübsch!“
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Ein Samstagmorgen beginnt am besten mit einem Bad im Meer.
Kräftiger Wind bläst, die Wellen sind stark und die Strömung zieht mit aller Kraft an den Knöcheln. Nix mit planschen, trotzdem schön.
Mittags laufen wir die wenigen Meter zum kleinen Restaurant.
Unsere Servicekraft ist sehr nett, aber versteht uns weder auf spanisch, noch auf englisch und erst recht nicht auf portugiesisch.
Sie holt den Kollegen vom Nachbarrestaurant, der sehr gut englisch spricht. Unsere Frage nach einem Salat ruft ungläubige Nachfragen hervor – „Ein Salat?! Zum Essen?!“ – aber dann spricht er mit dem Küchenchef und wir bekommen einen Salat.
Und Fischbesteck! Das ist selten!
Klassisch mit Pommes und Reis. Lecker!
„Dois Caipirinhas, faz favor“ bestellen wir zum Dessert. Selbst dieser schlichte Satz lässt unsere nette Servicekraft rätseln… sie holt wieder den Kollegen.
Egal, klappt ja alles.
Mehr und mehr Leute kommen an und schleppen Stühle und große Kühlboxen zum Strand. Die Luft vibriert vom lauten Salsamukkewummern aus den Autos. Einer hat seine Monsterbox ans Fahrrad gebaut und hält dagegen. Fetter Soundmix in Überlautstärke.
Von den Kioskos wird Essen zum Strand gebracht, full Beachservice. Die Policia stoppt beim Büdchen und macht Pause. Mopedfahrer knattern vorbei, zu dritt oder viert auf dem Moped, ohne Helm, in Flipflops und Badehosen.
Wir bestellen noch eine Caipirinha und schauen uns das alles in Ruhe an.
Wir lieben das.
Den Rest des Tages verbringen wir bei Rappel im Schatten, einfach zu heiß für alles. Und so angetüdelt von den Caipirinhas möchten wir den Kampf mit der Merresströmung nicht wagen. Lieber dösen und lesen und plaudern…
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Zweiter Advent.🕯🕯
Wir tragen unsere Stühle und Taschen zum Strand. Viele Leute haben die gleiche Idee, es ist voll.
Der Wind hat nochmal zugelegt, die rote Fahne ist gehisst. Kräftige Wellen, nur ganz vorne in Ufernähe können wir ins Wasser.
Eine große Schildkröte paddelt dicht an uns vorbei.
Eine hohe Welle kommt, hebt mich hoch, nimmt mich einfach mit und setzt mich oben am Strand wieder ab. Die zweite Welle gleich hinterher, nimmt mich wieder auf, schüttet eine Menge Sand in meine Badehose und setzt mich noch ein bißchen weiter oben ab. Da kann man gar nichts machen, die Wellen sind viel stärker. Also wieder ins Wasser laufen, schon kommen die nächsten Wellen und das Spiel beginnt von vorn.
Unser Sonnenschirm hält dem Wind nicht stand, zum Glück haben wir gute Sonnenmilch.
Lesen, dösen, in den Himmel schauen. Schöne Seevögel segeln auf dem Wind, eine hübsche Wolke schwebt vorbei
Die sieht ja herzig aus….love…
oder wie ein Täubchen….peace….
Mutige Jungs springen von der Klippe
Schöner Strandtag.
Gegen halb sechs Uhr packen die meisten Leute zusammen, wir auch.
Sitzen in unserem Grünstreifengärtchen in der feuchtwarmen Abendluft, 24°C und alles ist klamm. Ein kühler Rosé aus Chile in den Bechern, ein bißchen plaudern hier und da, dazu pfeifen die Zikaden ihr lautes Lied. Unglaublich, wieviele Leute mit Sack und Pack in die kleinsten Autos passen!
Morgen reisen wir weiter. In drei Wochen müssen wir Brasilien verlassen und wir haben noch einiges vor.
Bis dann, liebe Grüße!
Julia & Martin
Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkisteberlin

























































































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