Der Umbau: Teil 3

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Die Woche beginnt mit dem Bau der Kiste für die Außenküche. Mit Schräge oder ohne? Schräge sieht einfach besser aus. Ich messe alles aus und beginne mit dem Zuschnitt.  Ausgehend von der Rückwand säge ich alle Teile für die Seitenwände und den Deckel. Dann fertige ich noch eine Menge Profile mit 45° oder 22,5° Winkeln an. Die Profile niete ich mit 2mm Abstand zum Rand auf die Rückwand der Kiste, da werden die Wände angesetzt. Zwischendurch eine neue Runde lackieren in der Duschwanne und eine Farbentscheidung für die Kisten treffen: rot oder schwarz? Eindeutig schwarz! Als erstes ist der Deckel für die Kiste fertig gebaut.

Hoch „Ulla“ schickt uns heiße Grüße aus der Sahara….38- 40°C , die Luft steht in den Strassen, es ist stickig. Die Leute stehen in der Gluthitze Schlange am Badeschiff, wir quälen uns durch die halbe Stadt, um Sachen zu besorgen. Wenig erfolgreich: der Campingkocher, den wir als Außenküche verwenden möchten, ist nur noch kaputt auf Lager, die Tischplatte, die wir gerne wollten, ist viel zu schwer. Niemand hat Alu- oder Edelstahlscharnier im Angebot. Und es ist eigentlich sowieso viel zu heiß für alles……

Die Hitze inspiriert Martin zur Planung unseres neuen Wasserkonzeptes. Die Filteranlage wird ausgebaut, sie wird einen neuen Platz unter dem Bett finden. Das große Problem ist der niedrige Wasserdruck durch die Filteranlage. In Zukunft werden nur noch 2 der 100 Liter Tanks mit Wasser befüllt. Von dort aus pumpen wir mit einer großen Pumpe durch die Filteranlage in den dritten Tank um. So haben wir stets gefiltertes Wasser in der Leitung und von da aus über eine kleine Wasserpumpe ausreichend Wasserdruck für alle Abnehmer.

Anschließend nimmt Martin die alte Einstiegsleiter auseinander. Sie war einfach zu wackelig. Die neue wird nach dem bewährten Prinzip gebaut, nur aus stabilerem Rechteckprofil. Noch eine neue Halterung unter den Shelter und die Leiter ist fast fertig. Funktioniert prima! Nächste Woche hängen wir die Kiste wieder unter den Shelter, in dem die Leiter gelagert werden soll.

Die Seitenteile der Außenküchenkiste werden an die Rückwand genietet, alles passt auf Anhieb perfekt! Um die Schräge genau im richtigen Winkel zusammenzunieten, bauen wir schnell ein Holzmodell. Jetzt sind die Winkel fixiert. Als nächstes werden die Profile für die Dichtung an die Klappe genietet.

Für die fertige Kiste baut Martin ein Lackiergestell. Damit können wir gleichzeitig alle Seiten lackieren und verkürzen die Trockenzeiten.

Martin saust wieder los, er hat Scharnier aufgetrieben, holt Farbe, Kleber, Schrauben, noch mehr Profile…..

Unsere neue Markise wird geliefert, unser neuer Campingherd auch.

Das defekte Scharnier an einer der alten Staukisten wird ausgetauscht. Wir probieren, ob diese Kiste an ihren neuen Platz am Shelter passt. Nein, leider nicht, da müssen erst noch Nieten und ein Blech abgeflext werden, Mist.

Die zweite angeschrägte Staukiste auf der Fahrerseite erfordert mehr Planung, denn der Auspuff muß ausgespart werden. Ein Pappemodell hilft uns weiter, jetzt kann ich alles ausmessen, sägen, schmirgeln, vorbereiten. 9 Teile müssen zum Schluss zusammenpassen. Ich beginne mit dem Aufbau, Profile, Profile, Profile, mal 45°, dann 22,5°, wesentlich komplizierter als die Außenküchenkiste…..

Fünf Arbeitstage sind vorüber, viel geschafft in dieser Mörderhitzewoche! Zusätzlich habe ich mir noch in den Finger gebohrt und Martin hat sich die Hand gequetscht. Zeit für eine Pause. Unsere Rappelkiste kommt wieder auf ihren Stellplatz unter Bäumen. Plötzlich fällt das Thermometer, angenehme 24°C fühlen sich richtig kühl an….und wir machen Ferien und fahren für 4 Tage mit dem Orion aufs Land.

Bis bald, viele Grüße!

Julia & Martin

Drink positive!

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