Heimreise: Werkstattbesuche, eine volle Packung Kultur und Partys – Wiedersehen mit Freunden 11.06.2023 – 01.07.2023

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Ab auf die Autobahn Richtung Brennero. Vor uns liegt ein langer Fahrtag.

Durch das sommerlich grüne Etschtal. Bereits 30 Kilometer vor dem Brennerpass beginnt der Stau….

Zur Mittagszeit erreichen wir Österreich. Die verhasste GoBox wird neu geladen und nervt uns mit ihrem aufdringlichen Gepiepse.

Die Bergisl Schanze bei Innsbruck, jetzt haben wir es bald geschafft. Vor der Grenze wieder Stau….

Gegen 14 Uhr reisen wir ein in die Bundesrepublik Deutschland. Zurück nach 8½ Monaten. Mit gemischten Gefühlen…

An der Grenze fragen wir nach dem Zoll, wir brauchen immer noch den Einreisestempel auf dem Carnet.

„Nein, da ist jetzt keiner da“ heißt es. „Die müssten wir dann erst holen….“ Ach, nein Danke! Nur keine Umstände!

Irgendwo kriegen wir diesen vermaledeiten Stempel schon noch.

Um halb 5 stellen wir die Rappelkiste vor Aigner Trucks ab.

Ziel erreicht in 8,5 Stunden. Trotz der Staus, gut durchgekommen.

Morgen haben wir einen Termin. Unsere stabile arabische Bruzzelspurstange muss wieder raus, da versteht der deutsche Tüv keinen Spaß!

Leider. 1000de Kilometer durch wilde Landschaften hat uns die Spurstange treu begleitet. Schade drum….

 

Um 8 Uhr beginnt der Werkstatttag. Guten Morgen!

Micha Aigner hat uns im Dezember während unserer Spurstangenkatastrophe sehr engagiert unterstützt.

Saudi Arabien: Rappelkiste in Not – Tag Zwei bis Fünf – 10.12.2022 – 13.12.2022

Nun sieht er zum ersten Mal das geschweißte Meisterwerk aus dem nahen Osten. Ausbau….

Da ist das neue Schmuckstück!

Anschließend die Durchsicht:

Der Nehmerzylinder hat ein Leck. Geber und Nehmer werden ausgetauscht. Ölwechsel. Beide Bolzen an den hinteren Federpaketen sind fest, eine üble Klopperei, bis die draußen sind. Austausch. Martin bekommt Schmierpunkte an den Kreuzgelenken gezeigt, die wir noch nicht kannten.

Dann entdecken die Mechaniker ein leichtes Spiel an der Vorderachse. Das ist nicht gut…das müssen wir reparieren lassen, bevor es schlimmer wird.

Am nächsten Vormittag besprechen wir die Vorderachsenrevision mit Micha Aigner. Wird ´ne größere Sache. Für September verabreden wir einen Termin.

Nachmittags kommt noch der Gutachter von der Versicherung und schätzt unseren Verschiffungsschaden ein.

Dann verabschieden wir uns von Aigner Trucks bis September und düsen Richtung Landshut, um unsere Freunde Sylvia und Alfred zu besuchen.

Sylvias Erdbeerkuchen ist ein Gedicht! Danke euch Beiden für den schönen Tag in eurem Garten!

 

Der nächste Termin steht an: nach Murg zu Alustar, um die Reparaturkosten für den Verschiffungsschaden einschätzen zu lassen.

Um 18 Uhr erreichen wir den Stellplatz Murg am Rhein, es ist noch genau ein Platz frei.

Die anwesenden Wohnmobilisten starren uns an. Wir winken. Von allen, die starren, winkt nur eine Frau zurück. Warum fällt es vielen Leuten so schwer, einfach mal zurückzugrüßen?

Die Stellplatzgebühr hat sich seit unserem letzten Besuch von 5€ auf 15€ erhöht. Mehr Service gibt es dafür nicht.

Da steht sie, unsere rote Kiste inmitten von weiß.

Der Biergarten am Freibad hat geöffnet. Jetzt gönnen wir uns unser erstes deutsches Bier vom Fass seit Monaten!

Ein Genuß!

So muss ein frisch gezapftes Bier schmecken! Mmmmmhhhh, das zischt!

Das erste ist zu schnell weg, komm, wir holen noch eins!

 

Morgens früh stehen wir vor der Werkstatt von Alustar. Alex, der Chef, wird uns einen Kostenvoranschlag für die Versicherung machen.

Als nächstes zum Zoll in Laufenburg. Vielleicht klappt es hier mit dem Carnetstempel. Die Zollbeamtin ist sehr freundlich. „Ihr seid nicht die ersten, die hierher kommen. Woanders ist es wohl recht schwierig?“ Oh ja….

„Wo steht das Fahrzeug?“ „Auf dem Parkplatz vor der Tür.“ „Okay…“ Zack! ist der Stempel auf dem Carnet! Hallelujah! Endlich hat jemand abgestempelt! Danke!

Auf die Autobahn Ri Stuttgart. Wir haben heute einen Termin bei KCT Fenster. Das Fenster unter dem Verschiffungsschaden klemmt, hoffentlich ist es nicht kaputt.

Achim, der Chef, hat unseren Termin mit einem anderen durcheinandergebracht, nimmt sich aber trotzdem sehr viel Zeit für uns. „Das kriegen wir hin.“ Er repariert selbst das verklemmte Fenster und die Schließbleche. Am Ende zahlen wir nichts für die Reparatur, vielen Dank! Super Service!

 

Beim nächsten Bäcker kaufen wir Graubrot…knuspriges, duftendes Graubrot! Seit unser Roggenmehlvorrat vor Monaten zur Neige ging, hatten wir kein Graubrot mehr. Ach, schmeckt das gut!

Ab in den Stau Ri Karlsruhe.

Am Europabad in Karlsruhe finden wir unseren Übernachtungsplatz.

Wir bleiben ein paar Tage, um Familie zu besuchen. Abends radeln wir zusammen zu einer netten Bar. Mit gut gemixten Negronis in der Hand lauschen wir drei abgefahrenen Rock-Opis und einem Enkel. Klasse Konzert mit Tischhupen!

Um 22Uhr 30 radeln wir zurück durch die warme Sommernacht und durch leergefegte Strassen. In Karlsruhe geht man früh zu Bett….

 

Vormittags kaufen wir ein, auf dem fantastischen Wochenmarkt. Anschließend ein Cappuccino mit Violinenkonzert. Sehr kultiviert.

Nach dem ausgiebigen Frühstück radeln wir zum Schloß. Sightseeing.

Der Schlosspark ist wunderschön. Auf den Wiesen machen die Leute Picknick oder spielen Federball, eine kleine Bimmelbahn fährt auf Schienen durch den Wald. Eine sehr schöne Atmosphäre, der Park sehr belebt, kein Fitzelchen Müll liegt herum.

Vor allem der Seerosenteich hat es uns angetan, eine kühle Oase in der Sommerhitze.

 

Abends kochen wir für die Familie, plaudern bei exzellenten Weinen bis in die Nacht. Als wir durch den Park zurückradeln, feiern junge Leute noch eine Party draußen, sonst ist alles still….

Nach einem großen gemeinsamen Frühstück reisen wir weiter. Danke Inken und Max! Es war wunderschön mit euch!

Keine lange Fahrt heute, nach 20 Kilometern stellen wir die Rappelkiste am Rhein bei Leopoldshafen ab. Im Biergarten erfrischen wir uns nach einem Spaziergang mit einem Bierchen. 0,4 Liter für 5,20€. Holladihoh! Saftige Preise!

Ein angenehmer Platz mit Rheinblick. Lange sitzen wir draußen, gut eingesprüht gegen die vielen Mücken. Eine sehr warme Nacht mit Nachtigallengesang.

Es geht weiter Ri Heppenheim. Hier treffen wir abermals Familie. Alle lange nicht gesehen….

Ein gemeinsamer Ausflug zum Würth Museum in Schwäbisch Hall. Das Thema der Ausstellung: „Rosenrot, Grasgrün, Quittengelb“

Die Sammlung Würth ist phänomenal, der Eintritt ist frei.

Hier Kuratorin zu sein, muss unglaublich viel Freude machen.

Höchst beeindruckend und es gibt noch so viel mehr zu sehen!

33°C, wir schlendern durch das malerische Fachwerkstädtchen. Hoffentlich darf der kleine Mohr noch länger in seiner Nische stehenbleiben und muss nicht dem neuen „woken“ Zeitgeist weichen….

Zum Mittag kehren wir ein, dann fühlen wir uns ausgeruht genug, um noch nach Künzelsau zu fahren. Zur David Hockney Ausstellung im Würth Museum 2.

Hier wird unter anderem „A year in Normandie“ – das 90 Meter lange Ipad Gemälde ausgestellt.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter….

In einem Nebenraum versuchen wir uns selbst an einem Ipad Gemälde.

Auch von Hockney gibt es ein Blumenbild. Eine Korrespondenz mit der Ausstellung in Schwäbisch Hall.

So! Das war jetzt aber mal ´ne volle Packung Kultur! Ab nach Hause!

 

Schon steht der nächste Werkstatt Termin an. Ganz in der Nähe, bei Excap. Nach den nicht enden wollenden Durchbrüchen unseres Auspuffs leisten wir uns ein kleines Juwel aus Edelstahl…

Montieren können wir selber, auf dem Hof von Excap, mit fachkundiger Hilfe, wann immer wir Fragen haben.

Du meine Güte, wie das glänzt! Das traut man sich ja garnicht zu benutzen!

Aber wir tun es doch! Wrummmm…..

Um halb 5 sind wir fertig, der Arbeitsplatz aufgeräumt und gefegt. Wir plaudern noch ein wenig mit dem Chef. Die verbrauchten Kleinteile bekommen wir geschenkt, das die Mechaniker uns geholfen haben, findet er selbstverständlich. Toll! Danke Stefan!

 

Am Badesee in Bensheim schlagen wir für die kommende Nacht unser Lager auf. Ist jetzt nicht der schönste Platz, aber okay für eine Nacht.

Morgens um 7 ist es schon wieder sehr, sehr heiß draußen. Wir starten nach Reinhardshausen, um dort Freunde zu besuchen.

Für 10€ die Nacht können wir bei einem Bauernhof auf der Wiese stehen. Der Himmel verdüstert sich, es ist sehr warm und schwül, aber bis zum Gewitter bleibt noch Zeit für Pause

Unwetterwarnung für Hessen

Kaum sind unsere Freunde angekommen, stürmt es los. Mit Blitz, Donnerschlägen und Regenprasseln. Wir feiern gemütlich im Trockenen unser Wiedersehen

Leider ist unsere Tür nicht fest geschlossen und so steht nach dem Sturm unser Bad komplett unter Wasser…..

20 Liter Wasser rausgeschippt, Ekki schlüpft in seine durchnässten Schuhe, wir gehen ins Städtchen…

Nach einem guten thailändischen Essen entern wir „Uwes Musik-Keller“

Hier geht´s ab! Als erstes trage ich Miriam und mich für´s Karaoke ein.

„Bist du sicher, daß wir das Richtige tun?“ fragt mich Miriam. „Ganz sicher!“

Los geht´s: auf die Bühne!

🎤  🎶 er gehört zu mir  🎶wie mein Name an der Tür….🎶🎤

Marianne Rosenberg wäre begeistert!

Stürmischer Applaus!

 

Danach ist Disko, schnell füllt sich die Tanzfläche. Also, in Uwes Musik-Keller ist wirklich eine Bombenstimmung!

Noch eine „Nachtmütze“, ein kleines Getränk, draußen auf der Rappelkistentreppe. Nebel zieht über die Wiesen, Feierabend für heute.

Nach einem nieseligen Tag zeigt sich am späten Nachmittag die Sonne. Im Ort flanieren die Leute, die Caféterrassen sind voll besetzt. Wir treffen uns wieder zu Aperitif und Pizza. Danach zu einem Bluesrock Konzert im Hof von „Matzes Rock Bar“.

Tolle Musiker, mit ihren selbst gebauten Zigarrenkistengitarren heizen sie dem Publikum ordentlich ein, die können aber auch wirklich was!

Plötzlich stehen Schnapspintchen vor uns. Willis. Was soll´s….Nich´ lang schnacken – Kopf in´ Nacken! Prost!

Matze, der Wirt, greift für einen Song selbst zum Mikrofon, was für ´ne Rockröhre! Und das Publikum tanzt und jubelt

Tolle Stimmung!

Nach dem Konzert geht Martin ein wenig fachsimpeln

Wir opfern uns und leeren nochmal die Gläser…

Um 22 Uhr wird die Party nach drinnen verlegt, ein DJ legt auf und die Hütte brennt

Ein klasse Abend!

Das letzte Foto um kurz vor ein Uhr spricht Bände…..

Ab nach Hause!

 

Ein Morgen in dichtem Nebel

Nicht nur draußen vor der Tür……auch im Kopf…..nie wieder Schnaps!

Heute Ruhetag, nur unterbrochen von einem Besuch der Eisdiele, wir sind alle etwas angeschlagen.

Am nächsten Morgen sind wir wieder fit, treffen uns noch kurz auf einen Kaffee und dann heißt es: Auf Wiedersehen! Das war ein wunderbares Partywochenende! Wir sehen uns im August!

Auf der Autobahn rauschen wir am Abzweig nach Berlin vorbei und machen nachmittags am Elbestellplatz in Wittenberge Station. 10,50€ für die Nacht – Service kostet extra.

Unsere letzten Reisetage verbringen wir bei unseren Freunden in MeckPomm. Eine schöne Fahrt im Sonnenschein durch die Alleen. Stets verfolgt von einer dunklen Wolkenwand…

Am Ziel holt uns ein übles Gewitter ein. In strömendem Regen rangieren wir die Rappelkiste durch das enge Hoftor. Angekommen. Patschnass hasten wir in die Küche – wie schön euch wiederzusehen, liebe Freunde!

Ruhe auf dem Land. Wir sitzen im Garten, grillen, plaudern, erzählen von Saudi Arabien und dem Oman. Und Iran und allen Ländern, die wir in den letzten Monaten besucht haben. Eine Freude, wieder mit euch zu lachen! Wir haben euch vermisst!

Viel zu schnell gehen die Tage vorbei….

Da hilft kein Jammern und kein Klagen….wir machen uns auf den Weg in die große Stadt.

So.

Da sind wir wieder. Hallo Berlin!

Nach mehr als 9 Monaten stellen wir die Rappelkiste auf unserem Stellplatz in Kreuzberg ab. Umzug aus der Rappelkiste zurück in die Wohnung. Aus der „Mobilie“ in die „Immobilie“. Wir ziehen nicht gerne aus.

Umsteigen in den Kleinwagen. Nach all diesen Monaten springt unser „Kleiner“ sofort ohne Probleme an. Bravo!

Fühlt sich an, als sitzen wir mit den Hintern direkt auf der Strasse…

Morgen treffen wir unsere Freunde – ja, euch haben wir auch vermisst! Wir freuen uns mächtig aufs Wiedersehen!

Wir sind wieder zuhause.

Oder?

Wo ist das eigentlich inzwischen, unser Zuhause?

Bis bald, liebe Grüße!

Julia & Martin

Drink positive!

Auf Instagram: Rappelkisteberlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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