Oman: Rundgang durch Maskat und Auf Wiedersehen, Oman! 09.03.2023 – 12.03.2023

Veröffentlicht in: Aktuell, Allgemein, Oman | 0

Guten Morgen Maskat!

Der Toyota von Lisa und Moritz steht neben der Rappelkiste. Die letzten Tage haben sie mit ihrer Familie im Grand Hotel verbracht. Sie teilen den Rest aus der Hotelbar mit uns, 200ml Bacardi wandert in unseren Vorrat. Na, das wird ein Fest!

Leider haben wir kaum Zeit, denn wir haben noch einen Termin mit einem Lackierer in der Mercedes Werkstatt. Aber wenigstens haben wir uns nochmal kurz getroffen, sehr schön! Bis zum nächsten Mal!

Die Lackierer werden Kostenvoranschläge schicken, wir verabschieden uns herzlich von Micha, dem Werkstattmeister und fahren in die Stadt.  Maskat erstreckt sich über viele Kilometer entlang der Küste, 1,5 Mio Menschen leben hier.

Bis Ende des 19.Jhd vor allem für den florierenden Sklavenhandel berühmt, verfiel die Stadt danach. Sultan Quaboos führte ab 1970 den Oman aus dem Mittelalter, verlegte die Hauptstadt von Salalah nach Maskat und modernisierte mit Volldampf. Dabei fielen leider große Teile der alten Bausubstanz dem Abriss zum Opfer.

Heute überragen riesige Kreuzfahrtschiffe die Häuser

In Mutrah finden wir einen Parkplatz beim Fischmarkt.

Ja, es wird wirklich Zeit für ein neues Kleidchen für die Rappelkiste

Die kühle Fischmarkthalle ist hochmodern und sehr sauber

Die Zerleger scherzen mit den Kunden, Touristengruppen laufen im Pulk an den Ständen vorüber, Restaurantbesitzer kaufen kistenweise.

Mit eigener Küche zu reisen eröffnet ganz andere Möglichkeiten. Bei Abdullah erstehen wir mehr als ein Kilo Thunfisch, frisch aufgeschnitten mit seinem superscharfen Messer. 5,-OMR, umgerechnet 12,50€ bezahlen wir dafür, ein Spottpreis. Fisch sollte eigentlich viel teurer sein.

Ich frage, ob ich fotofrafieren darf und Abdullah hat sichtlich Spaß daran. Gute Stimmung wie wir sie immer bei den Omanis erleben.

Gemüse und Fleisch werden in den Gebäuden gegenüber angeboten. Auch hier alles Edelstahl und Sauberkeit.

Maskat liegt an einer langgezogenen Bucht.

Wir schlendern die „Corniche“ genannte Promenade entlang.

Uralt und neu, das Mutrah Fort und eine futuristische Kapsel auf der Klippe. Was mag das sein?

Immer mehr kleine Läden und Restaurants, wir nähern uns dem Mutrah Souk

Durch ein kleines Tor geht es hinein. Prächtig ausgestaltet und voller Menschen. Soviele Leute auf einen Haufen haben wir lange nicht erlebt. Uff!

Es duftet nach Weihrauch, die Geschäfte sind bunt, das Angebot vielfältig. Die Händler sprechen uns oft an. Wir lächeln, sagen „No Thank you!“ Ernten ein Lächeln zurück und werden in Ruhe gelassen. Sehr angenehm.

Ziemliches Gedränge, so schön der Souk auch ist, für uns sind das etwas zuviele Menschen. Wir nehmen den nächsten Ausgang. Und landen in einem ruhigen Viertel. Außer uns ist kein Tourist mehr zu sehen.

Ein wunderschön verzierter Turm steht am Ende einer Gasse. Sieht aus wie ein Hindu Tempel, finden wir. Interessant!

„For Muslims only“ verrät uns ein Schild am Tor. Kein Hindutempel – eine Moschee.

Wir streifen durch die Gassen

Geschäfte mit Kleidern für die Öffentlichkeit in trübfarben

und bunter Glitzer für´s Private

Zufällig kommen wir durch den Goldsouk

Der Duft von frisch gebackenem Brot zieht durch die Strasse, hungrig geworden bestellen wir drei Fladenbrote, die frisch für uns gebacken werden.

Fasziniert sehen wir zu. Der Bäcker ist sooooo flink! Tief taucht der Arm mit dem Brot in die heiße Backtonne – klatsch! klebt das Brot an der Innenwand und schon breitet er den nächsten Teigfladen über das Backkissen. Wie im Zeitraffer so fix!

Oh! Heiß! Und gut! Sehr lecker!

Ein sehr schöner Streifzug durch ein authentisches Viertel von Maskat, normales Leben abseits der sonstigen Attraktionen. Viele Katzen lümmeln herum. Katzen sind sehr beliebt, denn Mohammed, der Prophet, war ein Katzenfreund, heißt es.

Möwen und Krähen wetteifern um jeden Brocken, den Touristen ihnen zuwerfen.

Unser Rundgang durch Mutrah endet wieder am Fischmarkt.

Mittag – dann fahren wir noch raus aus Maskat. Genug mit Stadt. Lassen wir uns überraschen, wo wir heute übernachten werden.

Nach fast 3 Stunden Fahrt reicht es, wir fahren bei Suwadi Alwa ab von der Autobahn Richtung Strand. Unzählige Ziegen streifen durch den Ort.

Vor den langen Stränden von Ras as Sawadi liegt der Jabal Add, darauf ein Fort. Bei Ebbe kann man zu Fuß hinüber laufen. Bis dahin ist es dunkel. Also nichts für heute.

Einige Zelte und Camper stehen am Ufer, wir stellen uns etwas abseits dazu.

Feierabend: Martin mixt uns Longdrinks, Bacardi-Cola. Danke, Lisa und Moritz!

Zum Abendessen braten wir Tunasteaks, serviert mit Salat, unglaublich gut!

Nachts leuchten die Lichterketten an der dicht besiedelten Küste.

 

 

Zum schwimmen müssen wir morgens ziemlich weit rauslaufen. Es ist zwar Flut, aber das Wasser hier sehr flach. Ein kräftiger Wind bringt uns auf die Idee, heute Wäsche zu waschen. Vorne bei den Picknickplätzen gibt es Duschen und Frischwasser. Wir widmen uns der Wäsche und kleinen Reparaturen. Irgendwas ist ja immer, der Schlauch vom Badwaschbecken zum Beispiel oder das Scharnier von einer Außenklappe.

Ein junger Vater kommt mit seinen 4 kleinen Kindern zu Besuch. Vierlinge, zwei Jungs, zwei Mädchen. Alle sehen gleich aus und heißen auch ziemlich gleich. Alle im Messi – Tshirt. „Meine Fußballmannschaft“ sagt der Vater stolz. Wir unterhalten uns sehr nett, am Ende schenken wir den Kindern einen großen aufblasbaren Baseball. Sie freuen sich riesig, sehr süß die 4.

Später kommt der Mann zurück und schenkt uns eine große Schachtel ausgezeichnete Datteln, karamellig und zart, nicht zu süß. So gut!

Zwei Ladungen Wäsche sind gewaschen und trocken, wir füllen noch eine dritte. Zur Weiterfahrt ist es zu spät, deshalb verziehen wir uns wieder nach hinten auf den Strand. Unterwegs sehen wir einen Pkw, bis auf die Achse im Sand versunken. Große Freude bei der Familie als wir anhalten. Fix zieht die Rappelkiste den Wagen aus dem Sand. Zum Dank bekommen wir eine große Schachtel mit einer omanischen Spezialität geschenkt. Ein brauner Wackelpudding mit Cashews. Supersüß, glibberig, nicht so unser Ding. Aber vielen Dank!

Zwei Lehrerinnen aus Südafrika spazieren vorbei, sprechen uns an, begeistert von der Rappelkiste. Wie ist es, omanische Kinder zu unterrichten? Traumhaft, berichten sie. Die Kinder sind sehr höflich, sehr gut erzogen, lernbegierig und haben viel Respekt von Lehrern.  „Und ist mal einer nicht so nett, reicht es, mit einem Gespräch mit dem Vater zu drohen, dann ist sofort alles wieder bestens!“

 

Noch eine Wäsche hängt bei den Duschen auf der Leine am nächsten Tag. Der Wind trägt Feuchtigkeit übers Meer, alles bleibt leicht klamm. Also hängen wir alles nach hinten in den Shelter und fahren weiter bis nach Suhar.

Unser Auspuff reißt wieder, kurz bevor wir am Strand ankommen. Boah, nervt das!

Wir stellen uns zu den omanischen Campern und werden natürlich sofort mit Arabic Coffee und Datteln bewirtet.

Unser letzter Abend im Oman. Sehr traurig.

Das Omanvisum läuft ab. Wir könnten einen dritten Monat verlängern, aber dann wird es für Saudi Arabien zu spät. Die Temperaturen steigen stetig, schon jetzt erleben wir keinen Tag mehr unter 30°C.

 

Morgens wechseln wir den Platz, vom Strand zur Promenade. Martin muss zum gefühlt hundertsten Mal den Auspuff flicken. Eine Dose Champignons und eine Dose Erbsen bilden das Reparaturset.

Danach nehmen wir unser letztes Bad im Meer von Oman.

Ein scheues Rudel wilder Hunde streunt herum, wilde Hunde sieht man sonst nirgends im Oman. Martin verteilt Futter an verschiedenen Plätzen, aber nur der Chef traut sich ran.

150 Kilometer entfernt ist der Grenzübergang von Al Buraimi. Dort geht es hinüber nach Al Ain, in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Nochmal volltanken, durch die flimmernde Hitze sausen wir zur Grenze.

Der große Grenzübergang ist gesperrt, wir suchen etwas herum und finden einen kleinen Nebenübergang.

Jetzt ist es soweit, wir reisen aus.

Zwei Monate sind im Flug vergangen, wir haben ein wunderschönes Land gesehen mit liebenswert freundlichen Menschen. Eine unbeschreibliche Gastfreundschaft, wir haben uns immer herzlich willkommen gefühlt. Vielen Dank Omanis! Wir würden sehr gerne wiederkommen.

Auf Wiedersehen Oman!

Bis bald, liebe Grüße!

Julia & Martin

Drink positive!

Auf Instagram: Rappelkisteberlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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