Paraguay – Dschungelfahrt zum Cerro Kavaju und baden in Klein-Bayern 04.02.2026 – 06.02.2026

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Martin hat mit Elvio, dem Lackiermeister in Hohenau, telefoniert und einen Termin für die Rappelkiste ausgemacht.

Am 16.ten müssen wir zurück in Hohenau sein.

Bleiben uns noch knapp 2 Wochen Zeit herumzureisen.

Am frühen Nachmittag sagen wir „Ciao Rio Manduvaria!“

und machen uns auf den Weg zum Sendero Ybyty auf dem Cerro Kavajú.

Eine Fahrt entlang hoher Felswände und grüner Hügel

Wie ein Burgfried ragt dieser beeindruckende Felsklops empor.

Eine rosa Kapelle lehnt sich an

 

Wir sehen das Tor zu einem Tempelritterschloss

Das sieht eher nach Disneyland aus, als nach einem Original.

.

Tatsächlich sollen schon 400 Jahre vor Kolumbus Templer aus Europa in Südamerika gewesen sein. Natürlich auf der Jagd nach Gold und Silber. Und natürlich richteten sie ähnlich viel Schaden an, wie hunderte Jahre später die spanischen Eroberer. Die trieben es dann allerdings auf die Spitze.

Vor der Felswand steht ein Schloss wie aus Barbieland.

Es gibt mehrere Wanderwege zu Aussichtspunkten auf den Felsen hinter dem Schloss, aber wir möchten zum Kavajú.

 

Die Schornsteine der Ziegelbrennereien qualmen, Bagger schaufeln das Brennholz herbei.

Tobati empfängt uns mit Kunst. „Jaikatu“- eine Hommage an Familie, Bildung, Ökologie und Liebe.

Eine kleine Piste unter Bäumen soll uns die 2,5 Kilometer zum freien Campplatz vor dem Cerro Kavajú bringen.

Einspurig und weichsandig….

Soweit kein Problem, aber nach einem Kilometer stoppt uns ein dicker, tiefhängender Ast.

Ich steige aus und begutachte das Hindernis von außen…

Martin fährt vorsichtig ganz nah ran, passen wir durch oder nicht?

Nein, nichts zu machen, der Ast hängt zu tief und ist zu dick um ihn über das Dach schleifen zu lassen.

Geht nicht.

Also rückwärts….

Wenden und zurück. Noch ist nichts verloren, denn es gibt eine weitere Zufahrt zum Cerro Camp.

Ein großer Bogen bringt uns 5 Kilometer später zur nächsten Piste zum Cerro Kavajù.

Es ist schon ziemlich spät, nach 17 Uhr. Gut, das wir es nicht mehr so weit bis zum Wanderparkplatz haben.

Die Piste ist komfortabel, gut zu fahren.

In einer kleinen Siedlung stoppt uns ein tiefhängendes Kabel.

Oh nein…ich steige aus. Schlingpflanzen haben das Kabel nach unten gedrückt.

Schon kommen zwei Männer herbei. Ausgerüstet mit einem langen Stock und einer Machete machen sie sich an die Arbeit.

Mit kräftigen Schlägen wird dem Grün zu Leibe gerückt.

Schließlich kann das Kabel nach oben geschoben werden und Rappelkiste passt durch. Muchas Gracias!

„Ist dies der richtige Weg zum Sendero Ybyty?“ fragen wir die Männer.

„Si!“ Und kommen wir mit unserem Auto bis da hin? „Si, no problema!“

Wir fahren los, stehen ein paar Meter später auf einer Farm. Die beiden Männer wohnen hier, stellt sich heraus.

Der Weg vor uns ist uns nicht geheuer.

Sehr schmal und zugewachsen….mehr ein Feldweg als eine Piste.

Wir fragen wieder: kommen wir mit unserem Truck da durch? „Si, si, no problema!“ versichern uns die Männer mehrfach.

Na gut, die werden es ja wissen….

Denn mann rinn ins Gestrüpp….

Och, das sieht doch ganz gut aus…

Die üblichen Sichteinschränkungen…

Hier fahren nicht oft Autos, alles ist ziemlich zugewachsen….Spannend und macht Spaß!

 

Wischsch….Knirsch….Peng!……Bämm!…..Äste ballern auf´s Dach. Manchmal klingt es echt heftig, aber noch passen wir durch….Martin steuert uns konzentriert durch den Dschungel.

Ob das hier wirklich so eine gute Idee ist?

 

Sieht aus, als käme eine Lichtung…

Und was für eine schöne Lichtung! Dahinter sehen wir schon die Felsen des Cerro Kavajú vor uns.

Noch einmal tauchen wir in den Wald ein. Zweiglein, Blätter und Krabbeltiere rieseln durch die offenen Fenster….

Faszinierende Wesen….

Nur noch 500 Meter bis zum Camp.

 

STOP!

Was ist jetzt das?

Die Piste verengt sich hier plötzlich zum Wanderweg. Gerade breit genug für zwei Leute nebeneinander oder ein Maultier, aber auf keinen Fall breit genug für die Rappelkiste.

Ach, menno!

Martin geht den Weg ab, schaut nach dem Camp. Kein Camp weit und breit, noch nicht mal eine Nische in der wir parken könnten.

Und jetzt? So mitten zwischen den Büschen können wir ja auch nicht stehenbleiben….kommt keiner mehr an uns vorbei.

 

Tja….abgehakt, die Wanderung. Mist.

 

Umdrehen auf engstem Raum.

Hier bewährt sich, wie wendig unser Steyr ist.

Schräg zurück, ich biege draußen ein paar Palmenzweige zur Seite, AUAHHH!! die haben Stacheln!

Dann vor……….noch ein bißchen, noch ein bißchen….

Wieder zurück…

Und wir sind rum! In 3 Zügen!

Die Riesenkiste auf engstem Raum umgedreht! So genial, der Wendekreis!

Bis ich Platz zum einsteigen habe, sind es ein paar Meter.

Hui, das war spannend!

Hat super geklappt!

Wir überlegen, uns für heute Nacht zwischen den Palmen auf der Lichtung niederzulassen. Aber der Gedanke an Schlangen im hohen Gras schreckt uns ab.

Also zurück, wieder durch all das Wischsch…knirschsch….raaatsch….

Äste verfangen sich im Scheibenwischer und reißen ihn fast ab.

BÄMMM!

Knallt ein dicker Ast auf´s Dach, Mist, den haben wir übersehen…

 

Zweige verbiegen die Spiegel……..

Ich sammele Blätter und Käfer ein…..raus mit euch….

Es knirscht nochmal ganz gewaltig….

im Rückspiegel sehe ich, warum….

Oh, verdammt, das ist nicht so gut….

 

Wir kommen zurück zur Farm. Ich rufe: „No, no, no!“ herüber, die Männer lachen und winken fröhlich, die Schelme.

 

Okay, wohin jetzt?

In Caacupe gibt es einen Stadtpark mit viel Platz.

In der Stadt angekommen, irren wir eine Weile herum.

Diese verfluchten Kabel überall…..

Bis wir den Stadtpark finden. Fußballspieler, Jogger, Picknicker, der Parkplatz ist übervoll.

Jetzt wird´s langsam eng, denn die Sonne geht schon unter.

Wir hasten auf die Schnellstrasse.

Und sausen nochmal 12 Kilometer weiter, zum Camping „Pequeña Bavaria“

20Uhr, im Dunklen stellen wir die Rappelkiste auf einer Wiese ab.

Astrid begrüßt uns sehr herzlich, wir sind froh, daß wir endlich stehen.

Feierabend!

Ein langer Tag. Mit Dschungelabenteuer. Ohne Wandervergnügen.

Die Pisten in Paraguay sind echt klasse. Nur scheint es nicht immer sicher zu sein, daß sie einen auch dahin bringen, wo man hin möchte.

Schade, daß es mit der Wanderung auf den Cerro Kavajú nicht geklappt hat….

 

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Das Gelände vom Pequeña Bavaria ist wunderbar angelegt. Ein schönes Haus, der Pool gefüllt mit klarem Brunnenwasser. Alle Gäste sind herzlich eingeladen, unter der Veranda zu sitzen und zu baden. Astrid und Chris sind tolle Gastgeber.

Wir bleiben einen Tag. Waschen drei Maschinen Wäsche, backen Brot, erledigen kleine Reparaturen, gehen zwischendurch immer wieder schwimmen.

Ein ziemlich aufdringliches Äffchen gehört dazu. Jedesmal, wenn wir zum Haus kommen, springt es uns an, klettert auf uns herum. Das ist nicht so mein Fall, ich kriege dabei Gänsehaut….

 

Wir wollen weiter. Salto Amambay und Salto Cristal locken uns mit ihren Badepools

und so machen wir uns wieder auf den Weg.

Liebe Grüße, bis dann!

Julia & Martin

Drink positive!

Auf Instagram: Rappelkisteberlin

 

 

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