Montag, Tag 8:
Martin macht sich an kleine Reparaturen, irgendetwas ist ja immer kaputt
Felgen und Sprengringe kommen vom Sandstrahlen zurück.
Ganz zufrieden ist Martin nicht und arbeitet noch ein wenig nach
Die Kotflügel sind zurück vom Schweißer.
Es geht voran! Martin wendet sich wieder den Kleinteilreparaturen zu.
Nachmittags schüttet es wieder.
Elvio grundiert die erste Seite der Felgen und Sprengringe
Es wird geschliffen
Die Kabine ist fertig vorbereitet zum lackieren.
Feierabend…läuft doch echt gut, oder?
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Dienstag, Tag 9:
Die Kabine von Rappelkiste wird gewaschen, danach wird alles sorgsam abgeklebt.
Elvio hat Farbe mischen lassen. Wir sind etwas in Sorge, denn in Paraguay gibt es keinen matten Lack. Hochglanz möchten wir aber auf keinen Fall auf der Kabine haben. Elvio versichert uns, daß er das schon hinkriegt, irgendwas mit dem Mischverhältnis von Farbe und Luft oder Druck oder so, jedenfalls wird es eine Mattlackierung. Versprochen.
Am späten Nachmittag ist es so weit:
Wir müssen raus aus der Werkstatt. Für 2 oder 2½ Stunden, sagt Elvio. Auf der Schattenbank machen wir es uns gemütlich, das Werkstatttor wird geschlossen…..
Sehr spannend….
Nach 2 Stunden geht das Tor auf und der Lackiernebel zieht ab.
Oh, man, das ist ja supergut geworden!!
Viermal hat Elvio lackiert, die Farbe ist perfekt gemischt und von einem seidig-matten Glanz, genau, wie wir uns das gewünscht haben!
Hurra!
Heute wird gefeiert!
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Mittwoch, Tag10:
Es geht aufwärts! Wir bauen die Kabine wieder zusammen.
Das blinde Anschrauben der kleinen Plastiknippel ist eine echte Herausforderung. Gummiarme und guter Tastsinn sind gefragt und bloß nichts fallen lassen! Die Schläuche der Scheibenwasseranlage wieder auf die Nippelchen zu stülpen ist der schlimmste Teil….Geduld….Geduld….nochmal versuchen und nochmal und nochmal und nochmal…..
Yeah! Fertig damit! Jetzt das zerlegte Armaturenbrett wieder zusammenbauen….
Martin verlegt Kabel und setzt die Dämmung wieder ein.
Inzwischen werden die Felgen lackiert
Das neue Dach, ohne Delle und Kratzer!
Der Dachgepäckträger kommt wieder drauf
Ein bißchen Geruckel, nochmal ein paar Schrauben lösen, dann rastet er ein. Passt! Schrauben festziehen!
Rappelkiste sieht schon wieder ganz ordentlich aus.
Feierabend!
Ein kühler Abend, sehr angenehm.
Um halb 4Uhr nachts fällt der Strom aus, wir wachen auf, weil das Brummen der Ventilatoren verstummt. So still auf einmal…
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Donnerstag, Tag 11:
Kurz vor 6Uhr springen die Ventilatoren wieder an. Strom ist wieder da.
Elvio lackiert die Felgenringe, wir möchten sie gerne in rot haben.
Die Kotflügel liegen draußen, fertig vorbereitet zum lackieren
Wir schieben den Himmel wieder durchs große Frontfenster.
Klick, klack, passt!
Martin schraubt anschließend alle Griffe und Haken wieder an. Von den unzähligen Schraubentütchen sind manche natürlich plötzlich im Paralelluniversum verschwunden und tauchen aber zum Glück später wieder auf.
Dann kommt der große Moment:
Die Scheibe wird eingesetzt.
Die neue Dichtung sitzt stramm, so wie es sein soll.
Die Schnur ist mit eingefügt, vorsichtig heben die Männer die Scheibe an und legen sie auf den Fensterrahmen.
Wir sind beide sehr aufgeregt, haben ein bißchen muffe. Wenn die Scheibe jetzt kaputt geht…..
Die Männer drücken von außen, Elvio hockt in der Kabine und zieht langsam die Dichtung mit der Schnur über den Fensterrahmen
10 Minuten später ist die Scheibe drin. Alles heil geblieben! Gut gegangen!
Hurra! Wir freuen uns sehr! Die Erleichterung sieht man uns an…
Die Astabweiser können jetzt wieder angeschraubt werden und die Scheibenwischer
So langsam sieht Rappelkiste wieder normal aus…
Nachmittags werden wir wieder rausgeschickt, damit Elvio Autos lackieren kann. Er hat viel zu tun….
Erst um 20 Uhr können wir wieder rein. Nur noch was essen, eine kalte Dusche und Feierabend!
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Freitag, Tag 12:
Ob wir heute noch aus der Werkstatt ausziehen?
Felgen und Sprengringe sind fertig und durchgetrocknet. Wir montieren vier Reifen mit den neuen roten Ringen. Sieht klasse aus, finden wir!
Der letzte Reifen lässt sich nicht aufpumpen, die alte Dichtung ist defekt. Zum Glück haben wir noch neue dabei. Zwei von drei neuen Dichtungen in unserem Fundus sind zu klein, was ist das denn? Alle haben die passende Artikelnummer, ein Rätsel…..
Auf jeden Fall muss der Reifen wieder runter….Wir verschieben das auf morgen….
Die Kabine ist fertig zusammengebaut, mit Eimer und Lappen bewaffnet, will ich dem Staub zu Leibe rücken.
Ich schaue hoch…..und traue meinen Augen nicht…..
Das kann doch nicht wahr sein…..
Die Scheibe ist gesprungen. Ein fetter Riss von links nach rechts….
Das, was wir am meisten gefürchtet haben, ist passiert.
Elvio ist mindestens so erschüttert, wie wir. „Aber wenn sie springt, dann springt sie gleich! Nicht einen Tag später..“ sagt er immer wieder. Er kann´s nicht fassen, wir auch nicht….
Verdammter Mist!
Elvio hängt sich ans Telefon und versucht, eine passende Scheibe aufzutreiben.
Das wird schwierig, deswegen hatten wir ja so Bammel, daß die Scheibe kaputt geht. Was für ein Tiefschlag.
Statt am Wochenende wieder loszufahren, sitzen wir nun fest.
Denis hat Geburtstag, am Abend gibt es ein Asado.
Der Grill mit Scheibenwischermotor wird an die Autobatterie von Elvios Truck angeschlossen.
Wir betäuben unsere niedergeschlagene Stimmung mit kühlem Rose´…..
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Samstag, Tag 13:
Elvios Frau hat uns einen Kuchen gebacken. Zum Trost, wegen der kaputten Scheibe.
Mit Zuckerherzchen…..das ist so lieb!
Wäsche waschen, Martin wienert die Dax, die Kabine wird fertig geputzt, sonst haben wir nichts zu tun.
Kein Scheibenhändler hat etwas passendes auf Lager.
Wir überlegen, wie wir das Problem anders lösen können. Eine Scheibe in Deutschland bestellen und hierher schicken lassen, zum Beispiel. Wohin und wie? Mit Spedition? Wir forschen…..
Den Nachmittag verbringen wir trüblaunig vor dem Werkstatttor. Ein langes Wochenende, am Montag ist der „Heldengedenktag“, ein Feiertag. Für uns geht es erstmal nicht weiter…
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Sonntag, Tag 14:
Wir müssen was gegen die Trüblaune tun!
In Hohenau findet am Rio Paraná ein Fischerfest statt. Mit der Dax fahren wir 12 Kilometer zum Klubhaus des Angelvereins.
Schön am Paraná gelegen, das Wasser ist klar und warm.
Im Rio leben große Piranhas, diesmal nehmen alle das Ernst, kein Mensch geht hier baden. Schade….
Am Hondastand lädt man uns ein, die Dax zu parken.
Mehrere Anglerteams aus der Gegend nehmen am Wettbewerb teil. In Kühlboxen tragen sie ihre Beute zur Jury.
Da drüben ist Argentinien.
Im großen Lokal sind die Tische für die Angler gedeckt, es gibt Grillfleisch. Seltsam, ein Anglerfest ohne Fisch vom Grill….
Die Pokale stehen bereit, die Band spielt auf. Wow! Wer spielt hier so genial Akkordeon? Oh, der Synthesizer…
Wir sitzen im Schatten, schauen mal bei der Preisverleihung vorbei, ganz nett hier
Wieder zurück räumt Martin die Werkstatt rings um den Steyr auf, abends sitzen wir vorm Tor. Der Ausflug hat gut getan, mal was anderes als nur in der Werkstatt hocken.
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Montag, Feiertag, Tag 15:
Heute fahren wir zum Puerto Obligado.
Ein schönes Gelände mit Picknickhäuschen und Asados, 5000PYG = 70Cent – Eintritt zahlen wir für den Besuch.
Wir haben Picknick dabei, breiten unsere Decke aus und machen es uns gemütlich.
Dunkle Wolken ziehen auf, heftige Windböen wirbeln Staub und Sand auf. Schluss mit der Gemütlichkeit.
Aber zurück zur Werkstatt wollen wir noch nicht.
Oben beim Kiosk holen wir uns Getränke und schlagen noch etwas Zeit tot.
Zurück nach Obligado.
Elvio und Cesario stehen vor der Werkstatt und trinken Bier. Martin geht rüber und macht mit.
Um 19 Uhr haben wir noch 34°C.
Morgen haben wir dieses zähe, lange Wochenende hinter uns.
Und vielleicht ruft morgen ein Händler zurück, weil er eine Scheibe aufgetrieben hat, wer weiß?
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Dienstag, Tag 16:
Elvio will noch den Türinnenrahmen lackieren…
Klar, warum nicht!
„Aber wann lackierst du die Tanks?“ fragt Martin.
„Oh! Hab ich ganz vergessen! Morgen!“ sagt Elvio.
Wir bringen die Ersatzreifen wieder auf ihre Position. Der Heckreifen rutscht ohne Probleme sofort auf die Haltebolzen, das ging leichter als erwartet.
Es wird geputzt und gewischt. Den ganzen Tag zu tun.
Unsere Schmutzfänger sind halb zerfetzt. Elvio kennt jemanden, der uns neue organisieren kann.
Die Scheibenhändler rufen zurück und sagen alle ab. Deprimierend.
Wir überlegen, nach Asuncion zu fahren und dort eine Scheibe anfertigen zu lassen.
Während Elvio den Rahmen lackiert, sitzen wir draußen. Es ist dampfig und stickig draußen….
Wie ist die Laune?
Geht so….
Die Türrahmen sind lackiert, Feierabend….
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Mittwoch, Tag 17:
Seit einer Woche warten wir schon auf den Folienmann. Er soll uns die hinteren Fenster der Fahrerkabine mit schwarzer Folie verdunkeln.
Heute nachmittag kommt er endlich.
Sprühen, kleben, rakeln…
Fertig in Nullkommanix!
Abgehakt ✅
Die Türrahmen sehen klasse aus
Cesario versucht, mit dem ominösen rosa Zeug, den Überzug für´s Reserverad wieder sauber zu bekommen.
„Er putzt die ganze Zeit die Innenseite“ sagt Martin zu Elvio. „Egal, lass ihn mal machen, ist er beschäftigt.“
Wir sitzen draußen, haben nix mehr zu tun….
Abends lackiert Elvio die Tanks, hurra! Erledigt!✅
Unser letzter Abend in der Werkstatt. Morgen fahren wir raus.
Ein guter Grund für eine kleine Zweipersonen-Werkstatt-Party!
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Donnerstag, Tag 18:
Der große Tag!
Rappelkiste kommt frisch lackiert ins Tageslicht
Strahlend!
Der Riss in der Scheibe verläuft genau in Augenhöhe, so richtig blöd.
Jeden Tag kommt eine Frau mit ihrem Kombi vorbei und verkauft Sandwichs und Obstsalat.
Lecker!
Wir warten noch bis abends, ob der Typ mit den Schmutzfängern sich meldet, dann geben wir auf und montieren die Kotflügel mit den alten, abgewetzten Lappen.
Zum Abend gibt es ein letztes Mal diese genialen Kreppl, „Bollos“ genannt. Soooo lecker!
Alles ist wieder montiert. Das Scheibenproblem ist nicht gelöst, aber trotzdem fahren wir morgen los! ENDLICH wieder!
18 Tage! Was als eine Werkstattwoche gedacht war, hat sich auf fast 3 Wochen ausgedehnt.
Reicht uns jetzt aber auch wirklich!
Liebe Grüße, bis morgen!
Julia & Martin
Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkisteberlin





























































































































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