Unser Tag beginnt mit einem kühlen Bad im Pool des Salto Minas, was könnte besser sein?
Nur wir, unzählige Schmetterlinge und Libellen……
Mittags gleich nochmal…
Dann packen wir Badesachen und Getränke in den Rucksack und machen uns auf die Suche nach dem Salto Escondido
– dem „Versteckten Wasserfall“
Hinein in den dichten Wald, am Fluss entlang.
Ein 88er-Falter eilt vorbei, bei jedem Flügelschlag leuchten die prächtigen Farben seiner Flügeloberseiten auf.
Am Flußufer kreiselt ein Rinderherz-Ritterfalter. Diese Falter sind alle ständig in Bewegung, deshalb bekommen wir sie meistens nur verschwommen aufs Foto.
Die Schmetterlingsnamen sind hoffentlich richtig, ohne Gewähr!
Libellen zischen hin und her. Baumpilze, groß wie Schallplatten, quellen aus den Baumstämmen.
Ein wunderschöner Weg
Ein tiefblauer Flügelschlag fängt unseren Blick.
Wir folgen dem Schmetterling bis zu einem Baumstämmchen.
Perfekt getarnt, wie ein großes Blatt. Ein Bambusfalter.
Hätten wir ihn nicht landen sehen, hätten wir ihn nicht entdeckt.
Und schon fliegt er weiter….
Über Stock und Stein schlagen wir uns durch den Dschungel, wir überqueren den Bach.
Über unseren Köpfen trudeln handgroße Schmetterlinge, mit ausgefransten Flügeln
Bist du bereit, zu entdecken, was der Wald verbirgt?
Unbedingt!
Der süße Duft von angegorenem Fallobst lockt Morphofalter an.
Sie sitzen überall, noch nie haben wir so viele auf einmal gesehen. Wie lange haben wir schon versucht, Morphos zu fotografieren!
Bambusfalter, kaum zu sehen, wenn die Flügel zusammengefaltet sind. Je nach Lichteinfall schillern die Flügeloberseiten dunkelblau – so wie vorhin – oder zart braun-blau.
Auch leuchtend türkise „Vier-Punkte-Seemänner“ und große Waldwespen machen sich über die Früchte her
Wir bleiben lange hier stehen und bewundern diese unglaubliche Schönheit, bevor wir weiterziehen.
Durch den Urwald. An manchen Stämmen wachsen Baumpilzgroßfamilien hoch.
Dieser behaarte Geselle hat ein Gesicht. Schlupflöcher führen hinein zu versteckten Insektenbauten.
Wir bücken uns unter Ästen hindurch und betreten dunkle Tunnel
Morphos fliegen uns voraus, mit ihrem ruhigen Flügelschlag. „Flapp-flapp-flapp…“
Wir sehen verdrehte Affenschaukeln und Baumstämme mit Tarnfleckmuster. Die Shirts kleben uns am Rücken, es ist heiß – Luftfeuchtigkeit 90%
Stets begleitet uns das rythmische Zischen der Zikaden.
Ein dunkler Falter auf dem Boden und ein zusammengefalteter Morpho im Gebüsch. Die sind riesig!
Hoch oben in Astgabeln klammern sich große „Zimmerpalmen“ an die Bäume. Ihre Luftwurzeln schlingen sich fest um den Stamm.
Geheimnisvolle kleine Wege locken uns immer tiefer in den Dschungel, kreuz und quer wachsen die Bäume über den Weg
Völlig überhitzt, wie wir sind, freuen wir uns auf das kühle Wasser und auf ein erfrischendes Bad im Pool des Salto Escondido….irgendwo hier muss er sein….
Man hört ein leises plätschern, aber kein Wasserfallrauschen…er muss hier sein….wirklich gut versteckt….
Da! Oh….
Das ist der Salto Escondido?
Da ist ja nicht viel übrig vom Wasserfall….
Klettern wir mal runter.
Mehr ein Rinnsal als ein Wasserfall. Trotzdem wunderschön.
Der teebraune, kaum knöcheltiefe Tümpel lädt uns allerdings nicht wirklich zum baden ein….
Salto Escondido, der versteckte Wasserfall. Ein passender Name.
Neben dem Riesenfarn wirkt man ziemlich klein.
Ein Rotrandschmetterling flattert herbei.
Samtbraun und lachsrot
Ein wunderschöner Ort, der Escondido. Auch mit wenig Wasser und ohne Badepool.
Begleitet von Morphos machen wir uns auf den Rückweg.
Überall gibt es etwas interessantes zu entdecken….
Dieser Baum mit rostroter Rinde…ein anderer, von Termiten pulverisiert
Dieser Stamm, engumschlungen von einer Baumschlange
Ein sonnendurchflutetes Blatt, das im Spinnennetz hängengeblieben ist
Spinnweben hängen überall, kreuz und quer über den Weg. Hoffentlich fällt uns keine Spinne auf den Kopf…..grusel….
Ein von Pilzen überwachsener Baumstumpf, wie ein Minikoboldhochhaus
Zurück beim Fallobst torkeln die leicht angeschwipsten Blauen Morphos durch die Luft
Eng zusammengedrängt machen sie sich über die Früchte am Boden her
Ist das nicht ein vollkommenes Wunder?
Da! Ein Bambusfalter im Laub.
Schwer, sich von diesem Anblick loszureißen…
Und schon entdecken wir etwas neues…..
Die feuchte Hitze macht uns zu schaffen. Kurz bevor wir uns selbst komplett in Wasser und Dampf auflösen, stehen wir zum Gück wieder beim Salto Minas.
Wir sehnen uns nach Abkühlung! Jetzt nur noch die Treppe rauf, über den Fluss, die Treppe runter und dann nichts wie rein ins kalte Wasser!
Tut das gut!
Genau das richtige nach der Wanderung!
Unzählige Schmetterlinge tummeln sich am Ufer
Rotgetüpfelter Schwalbenschwanz. Die Flügel wie aus Rauchglas, beinahe durchsichtig
Ein dunkelbrauner mit feinstem Muster
Und dunkelblaue
Ein Königin-Schwalbenschwanz, durch Alter und UV-Licht schon etwas ausgeblichen.
Perfekt passend zum Laub….
Sie teilen sich das Ufer mit roten Libellen und Königsschwalbenschwänzen
Und flattern munter um uns herum
Ein wunderbarer Wandertag. Den Kopf voller Schmetterlinge ruhen wir uns im Schatten bei Rappelkiste aus.
Außer uns ist niemand hier, wir haben alles für uns allein. Die Zikaden beginnen ihr Abendlied. Es ist traumhaft schön.
„Hätten wir den Lackiertermin nicht, würde ich hier gerne eine Woche bleiben“ sagt Martin.
Vielleicht kommen wir ja nach der Werkstattwoche wieder? Wer weiß?
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27°C heute Nacht, wir finden es so angenehm kühl!
Richtig gut geschlafen!
Den Vormittag verbringen wir am Wasser,
nachmittags wandern wir wieder los.
Gestern sind wir rechts abgebogen, heute wenden wir uns nach links zum Salto Guaraní.
Über einen schattigen Picknickplatz. Jemand hält sein Nickerchen in der Hängematte.
Wir folgen dem Weg in den Wald
Die Pflanzen umschlingen einander, ein undurchdringliches Miteinander
Gewaltige Baumriesen, neben denen wir so winzig aussehen
Es geht durch einen Torbogen…
Angenehm im Schatten
Am Wasser segeln wieder blaue Morphos durch die Luft
Weiter durch den Dschungel
Ein paar Treppenstufen runter….wir hören schon ein leises Plätschern…
Da rieselt er die Felsen hinab: der Salto Guaraní
Er teilt das Schicksal seiner Wasserfallkollegen: sehr wenig Wasser in diesem Jahr.
Aber doch genug für eine bequeme Sitzbadewanne, wunderbar klar und frisch.
Eine sehr willkommene Abkühlung!
Die Badehosen voller Sand sitzen wir noch ein Weilchen auf den Steinen.
Ganz allein an einem Wasserfall, mitten im Dschungel, das hat etwas Märchenhaftes, Unvertrautes. Als wären wir in einer anderen Welt.
Direkt vor uns landen die helltürkisen 4-Punkte-Seemänner
Und steingraue, vom Laub auf den ersten Blick kaum zu unterscheidende Falter
Die schwarzblauen, so fein gemusterten…
Wir hören Stimmen, andere Wanderer sind im Anmarsch, der Zauber ist vorbei.
Packen wir´s mal wieder….
Zurück durch das tiefe Grün
über die schwankenden Planken ans andere Ufer
Der Wandernachmittag endet auf den Liegestühlen im Schatten vor unserer Rappelkiste.
Der Abend wird heute etwas kühler. Im Wald singen die Abendvögel und die Zikaden pfeifen ihr Lied.
Über Nacht sind wir wieder ganz allein hier….
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Nur noch 4 Tage bis zu unserem Werkstatttermin und noch ein paar Kilometer zu fahren bis dorthin.
So schwer es auch fällt: wir müssen weiter….
Noch einmal gehen wir morgens schwimmen…
machen Rappelkiste startklar, gehen noch ein allerletztes Mal schwimmen….
Der Abschied fällt schon schwer……
Der Ybycui Nationalpark ist so wunderschön, wir wären gerne länger geblieben.
Adios, Salto Minas….
Vielleicht kommen wir nach der Werkstattzeit wieder? Wer weiß…
Jetzt starten wir erstmal Rappelkiste und fahren weiter südwärts. Die Arbeit ruft!
Liebe Grüße, bis bald!
Julia & Martin
Drink positive!
Auf Instagram: Rappelkisteberlin




































































































































































































































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