Start in unser neues Abenteuer 20.09.2022 – 06.10.2022

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Sommer in Berlin. Seit Ende Juni sind wir in der Stadt, in den kommenden 3 Monaten ist viel Arbeit zu erledigen.

Aber Arbeit kann nicht alles sein : wir machen Ausflüge.

Zum Beispiel zu Freunden nach Hannover ins Fußballstadion. Hannover 96 gegen St Pauli: unentschieden! Skandal! Der Videoassistent taugt nix und erkennt St Pauli ein Tor ab, nicht zu fassen!

Der Orion kommt aus dem Winterlager. Start zu einer kleinen Tour durch MeckPomm. Wir feiern Martins Geburtstag und besuchen die Filmfestspiele.

 

Ekki macht Fotos im Kollodium-Nassplattenverfahren

und wir verlieren beeindruckend hoch beim Billard.

 

Ein paar Tage Landleben…..

Wir treffen die Familie in Brandenburg. Feiern mit Freunden Geburtstage und den Abschied von der „RocknRoll Herberge“ – eine der letzten Bastionen des alten Kreuzberg muss dem Investor weichen und verabschiedet sich mit einem furiosen Fest

Frischer TÜV für die Rappelkiste! Und unser Carnet de Passage trifft ein….

Zwischendurch immer noch viel Arbeit. Wir erleben eine Hitzewelle im Juli / August und eine Kältewelle im September. Feuern den Kamin.

 

Ende September ist es so weit. Die Termine sind abgehakt, die Arbeit erledigt. Der Orion ist wieder im Winterlager, die Rappelkiste steht fertig zum Beladen vor der Tür.

Der letzte Umtrunk mit Freunden.

Abschied ist jedes Mal schwer. Ein wunderschöner Sommer in Berlin und auf dem Land mit allen Freunden und Familie geht zuende.

Wir sind gerne hier und fahren ebenso gerne wieder los. Ein weinendes und ein lachendes Auge. Bis bald, ihr Lieben!!

 

Berlin verabschiedet sich mit Paukenschlag und Blitzlicht, der Himmel weint….

 

 

Wir starten unsere Reise in den Oman.

 

 

Der erste Stop in Helmstedt. Etwas unspektakulär, aber ein netter Platz.

Wir sind glücklich, wieder unterwegs zu sein.

 

Sonnenschein, endlich ist die Kälte vorbei. Der nächste Stop ist bei Wrexen.

Bei Excap haben wir morgen einen Termin. Dort lagern unsere neuen Reifen.

Im Frühtau auf die Autobahn.

Herrliches Wanderwetter, vielleicht findet sich ein Parkplatz beim Felsenmeer im Odenwald. Am Nachmittag kreuzen wir über die Landstrasse und suchen. Nichts kann uns überzeugen. Schattige Waldplätze bei dem schönen Wetter? Nicht so gerne…..

Am Ende stehen wir bei Excap vor der Tür auf einer kleinen Wiese, war nix mit wandern….So geht es manchmal…..

 

In der Morgenröte sind wir bereit.

Das Profil der alten Reifen ist noch nicht ganz runtergefahren, aber angesichts der vielen 1000 Kilometer bis in den Oman, macht es Sinn, jetzt schon neue Reifen aufzuziehen. Kostbare Stücke, die Preise klettern unaufhaltsam in die Höhe. Gut, daß wir schon vor 4 Monaten gekauft haben.

Da sind die neuen, schwarzglänzenden Gummijuwelen. Prächtig!

Fertig!

Ja, steht dir, Rappelkiste!

 

Unser nächster Termin ist beim Steyr Spezi in der Schweiz. Dort wollen wir einen Komplettcheck machen lassen, alle Flüssigkeiten wechseln, ein paar Dinge reparieren.

Der Stellplatz in Breisach kostet inzwischen 14,-€ pro Tag. Bislang kosteten drei Tage 13,-€. Mehr Service gibt es für die Preiserhöhung nicht.

 

Es ist wieder kalt und ungemütlich. Der schweizer Zollbeamte ist auch ziemlich ungemütlich und rückt die Mautbefreiung für die Rappelkiste nur ungerne raus. Diesen Zettel brauchen wir dringend als Ausreisenachweis für die Auslandskrankenkasse. Schließlich bekommen wir ihn auch.

 

Viel zu tun beim Dani…..

Die Versenkung der Rappelkiste in der brüchigen Piste auf dem georgischen Goderzi Pass hat die Achsmanschetten zerissen, sie werden ersetzt.

Georgien: Auf Achse – Ausfahrt aus der Hölle 11.05.2022

Martin erneuert die durchgerosteten Treppenstufen und wechselt kaputte Stauklappenscharniere aus.

Öl- und Filterwechsel. Felgen runter zum Bremsflüssigkeitswechsel. Separfilter reinigen und die Separheizung anschließen. Spurstange ausbauen, Spur neu einstellen, Rappelkiste abschmieren.

 

Es wird Inventur gemacht, der zerrissene Faltenbalg erhält Unterstützung durch eine Plane, Näharbeiten werden erledigt, alles geputzt und gesaugt, Wäsche gewaschen.

Drei Tage sind wir vollauf beschäftigt. Nichts kann von der Arbeit ablenken, draußen regnets und ist saukalt.

Fertig!

War mal wieder schön! Wir sind gerne dort. Es ist sehr lustig und jedesmal lernen wir etwas dazu. Tolle Arbeitsatmosphäre.

Vielen Dank, Dani! Bis zum nächsten Mal!

 

Was für ein mieses Wetter!

Angeblich wird es hinter dem Gotthard Tunnel besser. Der Einlass in den Tunnel erfolgt blockweise, wir stauen uns ein paar Kilometer dorthin.

Na denn man rin inne Röhre!

 

17 Kilometer Tunnel, schön ist das nicht, aber schlimm auch nicht. Erstaunlich gute Luft da drin. Und tatsächlich regnet es im Tessin nicht.

Eine halbe Stunde später verlassen wir die A2 und parken am Ticino Fluss zwischen Sportplatz und Umspannwerk.

 

 

Erst um 8 Uhr erhellt das erste Sonnenlicht die Gipfelspitzen. Eine tiefschwebende, langgezogene Wolke vernebelt die Ortschaften, spät leuchtet die Sonne ins Tal.

Italienische Schweiz. Lustig, beim Bäcker italienisch zu bestellen und mit schweizer Fränklis zu bezahlen. Vor der Grenze nach Chiasso wird es nochmal zäh.

Dann sind wir in Italen! Sommerwetter, endlich raus aus der nassgrauen Kälte der letzten Zeit.

Martin ruft den Campingplatz in Lazise an. Wenn sie Platz haben, fahren wir sehr gerne diesen Umweg. Sonst geht es direkt nach Ancona. Niemand geht ans Telefon…..“Ach komm, wir fahren einfach hin, wir kriegen schon was“ sagt Martin. So wird´s gemacht!

Die Autobahn ist voll, aber der Verkehr fließt, wir rollen gut durch.

Die Strassen am Gardasee sind ebenfalls voll, hier fließt nichts mehr. Stop and Go in Lazise. Als wir in die Strasse zum Camping einbiegen, stehen schon zwei Womos vor dem Tor. „Completo“ hängt an der Tür. Große Enttäuschung!

Ich steige aus und frage: „Completo?“ Die freundliche Dame erkennt die Rappelkiste sofort wieder. „La bestia rossa, ich erinnere mich…..momento, momento…..können Sie warten?“ Klar! Die Kolleginnen beraten sich. Ob wir auch den Notplatz nehmen würden? Eine kleine Ecke am Tor. Selbstverständlich! Der Platz wird eine halbe Stunde später frei, wir passen mit Müh und Not drauf – HURRA!

Alle Womos vor uns und nach uns werden weggeschickt. „La bestia rossa“ – der Rappelkistenwiedererkennungseffekt hat uns die Schranke geöffnet. Danke!

Großes Hallo bei den Campern, Martin macht Kinder- und Papaprogramm.

Etwas ausgeruht flanieren wir….wohin? Natürlich zu Gipi! „Ciao!Ciao!“ werden wir begrüßt, so schön, wieder hier zu sein!

 

Die Enten schlafen noch, als Martin morgens in den See springt. Der Wasserpegel ist um mehr als einen Meter abgesunken, erschreckend. Die extreme Dürre im Sommer in Norditalien hat dem See zugesetzt, zusätzlich wurde Wasser abgeleitet, um den fast trockenen Po aufzufüllen.

Wir essen Pizza auf den Treppenstufen am See, abends stellen wir unsere Stühle ans Ufer und lassen uns vom Licht über dem Wasser bezaubern

Spaziergänger strömen in die Gassen, wir tun es ihnen gleich. Sitzen ein wenig bei Gipi. Schon wieder unser letzter Abend hier. „Bis nächstes Jahr“ verabschieden wir uns. „Bis nächstes Jahr“ sagt Gipi und winkt.

Kreuz und quer durch die Sträßchen schlendern wir Richtung Camping. Vor der Bar an der kleinen Piazzetta fragt Martin: „Noch ein Getränk?“ Klar! Die Kellner verbreiten eine Bombenstimmung. Aufmerksam, flink und fröhlich sausen sie hin und her. Einer will uns unbedingt den neuesten Schrei zeigen: „Illusionist Gin – It´s magic!“

Showtime! Der Barkeeper jongliert mit Flaschen, der Illusionist Gin ist blau.

Simsalabim! Jetzt passiert das „Wunder“ ….

Wird der Gin mit Tonic vermischt wird, wechselt er die Farbe. Toller Effekt!

Ein wunderschöner Abend! Der Umweg nach Lazise hat sich voll gelohnt!

„Cozzy“, das Maskottchen der „Cozzeria“, lächelt uns vom Lieferwagen aus zu, als wir nach Hause gehen.

 

 

Gegen halb 11 sind wir am nächsten Tag auf der Autobahn. Die Fähre nach Patras ist gebucht.

Der Po hat wieder Wasser, die Landschaft ist herbstlich vernebelt, das passt zu Oktober.

Unser Nachtlager schlagen wir an der Strandstrasse kurz vor Ancona auf. Hinter der Rappelkiste rauschen die Güterzüge vorbei. Der Himmel versprüht ein unglaubliches Feuer an diesem Abend.

 

Bereit für die Überfahrt nach Griechenland. Mittags rollen wir an Bord der „Europa Palace“.

Das Tankschiff liegt noch steuerbord. Um 14 Uhr löst der Kollege die Taue und wir legen ab. Ciao Italia!

Diesmal haben wir Badesachen dabei, aber der Pool ist geschlossen. Dafür gibt es Sonnenliegen.

Die Überfahrt ist ruhig, pünktlich erreichen wir am nächsten Tag Patras.

καλώς ήλθατε! Kalos Ilthate!

Willkommen!

Die Rappelkiste rollt über den Asphalt, Richtung Süden.

Wir lieben Hellas! Schön, wieder hier zu sein…

Bis bald, liebe Grüße!

Julia & Martin

Drink positive!

Auf Instagram: Rappelkisteberlin

 

 

 

 

 

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