Camping am Mittelmeer

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Wir stehen auf dem Camping „Tamarit“, nur ca 7km von der Platja Llarga entfernt, die wir leider verlassen mußten. Hier schlagen sie mit 42,-€ pro Nacht ordentlich zu. Dafür bekommt man Aqua-gym und jeden Abend eine Veranstaltung dazu. Das Campinggelände ist groß, aber recht eng angelegt. Es gibt genau einen Platz, der groß genug für uns ist. Da fällt die Wahl nicht schwer. Der Strand ist grobsandiger als Platja Llarga aber breit und lang und der warme Wind schickt große, schäumende Wellen. Wir bleiben lange im 26°C warmen Wasser und lassen uns von den Wellen hin und her schaukeln, tauchen durch und surfen ohne Bretter auf dem Bauch bis an den Strand. Erst gegen 22 Uhr kommen wir zu unserem Platz zurück, eine laue Nacht, ein großartiger Sternenhimmel, Rotwein und eine Kleinigkeit zu essen, was will man mehr?

Wir bleiben drei Nächte, verbringen die Tage am Strand in der Sonne, kehren immer erst kurz vor der Dunkelheit zur Rappelkiste zurück und genießen dann bis tief in die Nacht den Sternenhimmel.

Weiter geht´s! An der Küste entlang stauen wir uns Richtung Barcelona. Jeder Strand ist voll belegt, hier steht Sonnenschirm an Sonnenschirm und das Meer ist voll mit Gummitieren und Menschen. Alles ist zugeparkt, wir hätten keine Chance mit unserer Riesenkiste.

Bei Malgat suchen wir den nächsten Camping. Die ersten beiden haben nichts für uns, aber dann werden wir bei „Les pins“ fündig und quartieren uns ein. Für 31,-€ die Nacht, es wird schon besser! Der Strand ist kilometerlang, steinig, dafür aber ziemlich leer. Und das Wasser ist hier auch wunderbar warm.

 

Als wir beim Abendbrot vorm Wagen sitzen, bemerken wir einen Vater mit seinem 4jährigen Sohn, die schüchtern um den Steyr herumschleichen. Martin geht hin und fragt, ob der Kleine mal am Steuer sitzen will. Totale Begeisterung! Die ganze Familie wird gerufen, es sind unsere spanischen Platznachbarn. Alle anderen Kinder wollen jetzt auch mal rauf, sie sind alle ganz aufgeregt und sehr höflich! Alle reden durcheinander, die älteren Kinder probieren ihr englisch bei uns aus, es ist sehr lustig! Viele, viele Fotos von den Kindern am Steuer werden gemacht. Dann sind alle durch, nur der Vater steht noch da und wirft einen sehnsüchtigen Blick ins Fahrerhaus…. Martin fragt ihn, ob er nicht auch mal hoch will und er freut sich total, sitzt da oben mit einem breiten Grinsen, die Hände am großen Lenkrad. Ich hebe die Kinder auf die Beifahrerseite, großes „Papa, Papa, Papa“- Geschrei, danach will ein kleines Mädchen noch soooo gerne hinten in unsere Wohnung. Na gut, die ganze Familie nochmal hinten in den Shelter. Holá, holá ! Sie staunen über die Einrichtung, alles drin, was man braucht, das haben sie nicht erwartet. Wir machen noch ein Gruppenfoto, dann verabschieden sie sich.

Am nächsten Morgen gehen wir erst schwimmen und brechen dann auf nach Frankreich. Adios Spanien, es hat uns sehr gut gefallen und oft überrascht!

Die Fahrt ist lang und anstrengend. Viel Verkehr, Stau und Hitze. In Girona machen wir noch einen großen Einkauf, Frankreich ist viel teurer als Spanien. Das merken wir auch bei der sehr steilen und engen Durchfahrt durch den spanischen Grenzort La Jonquera, alles ist zugeparkt mit französischen Autos. Wir hoffen, bei Leucate einen Strandplatz zu ergattern, die Franzosen haben auch Ferien, hoffentlich ist nicht alles voll… Überraschenderweise nicht! Wir haben noch jede Menge Platz, freie Auswahl am Leucate-Plage! 14,80€ die Nacht kostet hier der Stellplatz, das wird ja immer günstiger! 32°C, zum Glück weht ein leichter Wind. Wir gehen am Strand spazieren und kehren in einer sehr schönen Strandbar ein. Dort trinken wir jeder zwei kaum sichtbare Gläschen Rosé und berappen dafür 20,-€!! Vive la France! Da werden wir unsere Strandbarbesuche wohl stark einschränken!

 

Der nächste Tag ist Faulenzertag, wir liegen den ganzen heißen Tag am Strand, gehen oft schwimmen. Das Wasser ist eindeutig kühler hier, ca 22°C Temperatur, immer noch herrlich zum baden und abkühlen.

Abends sehen wir eine große Rauchsäule hinter dem Étang ( großen See ) aufsteigen, ein Waldbrand.

Weit weg von uns, aber der Wind trägt den Brandgeruch bis zu uns rüber. Vier gigantisch große Löschflugzeuge fliegen an, sinken tief runter über den Ètang. In einer Riesenbugwelle ziehen sie im Flug Wasser aus dem Ètang, steigen auf und laden ihre Fracht in einem weiten Bogen über dem Feuer ab. Das haben wir noch nie vorher gesehen!

 

Als es dunkel wird müssen die Flugzeuge aufgeben. Jetzt sehen wir auch die vielen Blaulichter der Feuerwehren und die lodernden Flammen, der Wind facht den Brand immer wieder an.

Stundenlang dauert das Löschen aber bis zum nächsten Morgen ist es vollbracht. Währenddessen zieht Frankreich ins Endspiel der WM ein.

Wir fahren Richtung Sète. Von dem Platz am Strand zwischen Agde und Sète hat uns im Frühjahr der eisige Mistral vertrieben, wir starten einen neuen Versuch. Die Fahrt dauert nicht lang, schon mittags parken wir, alles prima!

 

Diesmal ist der Wind warm und angenehm. Das Wasser ist nochmal etwas kühler geworden, sehr erfrischend. Hier müssen wir nur noch 11,76€ zahlen für die Nacht, wir bleiben nur eine, denn wir wollen weiter zum Markt nach Apt.

Jetzt heißt es also wieder Abschied nehmen vom Mittelmeer, es fällt uns schwer, man könnte so schön den ganzen Sommer an den Stränden und im warmen Meer verbringen…..

Aber wir starten ins Landesinnere, in die Provence!

Bis bald, liebe Grüße

Martin und Julia

Drink positive!

 

 

 

 

 

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